Wettkampfberichte 2013

Übersicht

15.12.2013 - Podersdorfer Adventlauf
20.10.2013 - LCC Herbstmarathon
01.10.2013 - Vienna Night Run

21.09.2013 - Enzersdorfer Herbstlauf
15.09.2013 - 16. Int. Wachaumarathon
25.08.2013 - 7. Faaker See Triathlon
24./25.08.2013 - 26. Int. Austria Triathlon Podersdorf
04.08.2013 - 20. Friedens-Radmarathon Schlaining
21.07.2013 - 4. Sparkassen Mostiman Triathlon
20.07.2013 - Trumer Triathlon
20.07.2013 - Citycrosstriathlon Zwettl
30.06.2013 - Ironman Austria
23.06.2013 - 8. Weinviertler 1/8 Man
15.06.2013 - 14. Int. Parndorfer Straßenlauf
08./09.06.2013 - 26. Triathlon Neufeld
08./09.06.2013 - Ötscher Ultramarathon
01.06.2013 - 14. Brucker Citylauf
26.05.2013 - Ironman 70.3 St. Pölten
18.05.2013 - Vienna City Triathlon
21.04.2013 - 8. Int. Burgenland Duathlon
14.04.2013 - 30. Vienna City Marathon
13.04.2013 - Challenge Fuerteventura
24.03.2013 - 14. Fischamender Stadtlauf
17.03.2013 - Wien Energie Lauf
02.02.2013 - The Northface 100 Thailand

15.12.2013 - Podersdorfer Adventlauf

Ernst und Angela ließen 2013 mit dem Podersdorfer Adventlauf als letzten Wettkampf ausklingen. Die 5,9 Kilometer lange Strecke bewältigten sie in 28:36 (Ernst) bzw. 37:57 (Angela).

Ernst: Beim Podersdorfer Adventlauf waren leider nur 2 Athleten von L.i.L am Start, Angi und ich. Wir fuhren gemeinsam nach Podo, gut gelaunt und gut aufgelegt wie immer standen wir am Start, der sich leider um gut 30 Minuten verzögerte. Ein bisserl kalt wars schon, aber macht ja nix - sind ja hart im Nehmen, diese Triathleten! Zu laufen waren 3 Runden zu je knapp 2 Kilometer in gewohnter Umgebung. Mir gings sehr gut, ein bisserl Sonne zeigte sich auch. Stefan, Meli und ihr Bruder kamen nicht zum Laufen (Faulis!) sondern zum Anfeuern, aber das taten sie stimm- und tatkräftig. Mit einer Zeit von 28:22 beendete ich meinen letzten Wettkampflauf für 2013 - sche woars ollemoi :-)

Angela: Hätte mir vor zwei Jahren jemand gesagt, dass ich im Dezember einen Lauf bestreite – ich hätte ihn gnadenlos ausgelacht. Ich hasse die Kälte, aber mittlerweile kann ich nicht anders als doch raus zu gehen, da ich gerne an der frischen Luft laufe. Würde ich sagen, dass ich einen schlechten Tag hatte und deshalb „gemütlich“ unterwegs war, wäre das gelogen – ich war feiern und das lang und intensiv. Nichtsdestotrotz wollte ich in Podersdorf starten. Ich wusste, dass Ernst dabei sein wird, und außerdem war es für einen guten Zweck! Schon beim Einlaufen wurde mir klar, dass meine Beine schwer wie Stahl waren. Zu meiner Freude war Stefan gekommen, auch Melanie und ihr Bruder kamen nach. Es galt drei Runden zu laufen. Die erste Runde war ganz ok, obwohl mir recht bald klar wurde, dass alle ziemlich schnell unterwegs waren. Bei der zweiten hatte ich Seitenstechen und ab der dritten Runde habe ich meinen Rhythmus gefunden und mich wohlgefühlt. Was aber unbeschreiblich war, die Anfeuerungsrufe! Danke, dass ihr da wart. Jedes Mal wenn ich zur Wende kam, musste ich von einem Ohr bis zum anderen Grinsen vor lauter Freude. Auch einen Zielsprint habe ich absolviert ;-) In diesem Sinne kann ich mich nur bei allen meinen Freunden und Kollegen von L.i.L für eine tolle Saison 2013 bedanken. Ihr habt mir wunderschöne Momente beschert und mir geholfen mich „weiter zu entwickeln“. Ich freue mich auf das kommende Jahr und wünsche euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Liebe euch und euren Familien! Nicht vergessen, jeder Keks „muss“ mühevoll wieder runter trainiert werden ;-)

20.10.2013 - LCC Herbstmarathon

Sechs Vereinsmitglieder waren beim LCC Herbstmarathon am 20.10. aktiv. Alle, konkret Christian, Ernst, Markus, Stefan, Christian (Sch.) und Mark nahmen sich die Halbmarathonstrecke vor. Markus lief nach 1:26:00 über die Ziellinie, Stefan benötigte 1:28:14. Ernst und Christian (Sch.) durften sich beide über neue persönliche Bestzeiten freuen, für Ernst lautet diese nun 1:45:10 und für Christian (Sch.), der sich um unglaubliche 12 Minuten verbessern konnte, 1:47:43. Auch Christian war nach einer von drei Runden am Weg zu einer persönlichen Bestzeit, musste dann aber den Bewerb aus gesundheitlichen Gründen beenden. Mark konnte perfekt getimt unter der 2-Stunden Grenze in 1:58:51 finishen.

Markus: Der Renntag war von den Bedingungen ideal. Vorbereitung war okay, leider ein wenig vom Ideal abgekommen. Zeitbedingt konnte ich die Trainingseinheiten nicht wie gedacht absolvieren, dafür war ich Sonntag umso motivierter. Gut geschlafen, ein wenig Sonne, kühl, wenig Wind. Die ersten 10 km waren super und sind mit einer Leichtigkeit verflogen. Bis km 14 war ich auf einem 4er Schnitt unterwegs. Getränke habe ich reduziert und Gels diesmal generell weg gelassen. Hab mir zwar Bauchschmerzen erspart, allerdings bei den letzten 7 km die Rechnung präsentiert bekommen. Der Energiepegel ist gegen Ende runter gefahren und hat mir 2 min gekostet. In Summe trotzdem ein super Rennen und fürs nächste mal plane ich Traubenzucker und das Wunderwasser von Luci ein :-)

Stefan: Nach einer gut 2-wöchigen Saisonpause und 2 Wochen Training in der neuen Saison ging es also zum ersten Wettkampf. Mein Ziel war natürlich eine neue persönliche Bestzeit. Bis ca. Kilometer 10 lief es auch gut und ich war noch knapp auf Kurs. Allerdings konnte ich das Tempo in Folge leider nicht halten, obwohl ich alles versuchte. Mit der Zeit bin ich nicht zufrieden. Vielleicht sollte ich jetzt noch lernen, dass es nicht immer neue Bestzeiten geben kann. Das wird aber schwierig :-) Danke an alle, die beim Lauf toll angefeuert haben!

Ernst: Bei tollem Laufwetter haben sich 6 Starter von unserem Verein im Prater-Stadion eingefunden. Mein Ziel war eine Laufzeit von 1:45. Nach dem Startschuss eine halbe Runde durch das Stadion, dann raus in die Prater Hauptallee. Ich machte von Anfang an Druck und hielt die Anfangsgeschwindigkeit. Die erste von 3 Runden á 7 km lief ich in 33:58 - für mich eine sehr gute Zeit, die ich aber leider nicht halten konnte. Schon bei km 8 merkte ich, dass die Beine müde wurden, doch ich versuchte weiter den Druck zu halten. Die 2. Runde lief ich in 35:27 und in der 3. Runde musste ich schon sehr beissen, überhaupt die letzten 3 km hatten es in sich. Mein obligatorischer Zielsprint fiel diesmal aus, ich konnte einfach nicht mehr. Die letzten 7 km lief ich in 35:44, das ergab eine Endzeit von 1:45:10. Also hat sich mein Durchbeissen ausgezahlt - ich habe alles gegeben und meine Wunschzeit erreicht. Danke mal wieder an alle L.i.L's, die an der Strecke standen und uns anfeuerten! Das baut so auf und gibt wieder Kraft und Motivation für die nächsten hmmm …. paar Meter :-) Danke euch!

Christian (Sch.): Begonnen hat der Sonntag mit einer kleinen Sightseeing Tour für unsere Mitglieder aus den Bundesländern. Die Anreise verlief ohne Probleme und auch bei dem Wort "Zeitnehmungschip" gab es bei keinem der im Auto Anwesenden Schweißausbrüche oder große Augen. Nach einem 5:40er Schnitt in der Wachau war mein Plan für diesen Lauf, den Kilometer nicht langsamer als 5:30, aber auch nicht schneller als 5:20 zu absolvieren. Ich wollte die Pace vom Anfang bis zum Ende durchlaufen und nicht wie beim Wachaumarathon ab KM 15/16 "eingehen". Schon nach 500 Metern war mir klar, dass das geplante Tempo einfach nicht zur Tagesform passt. Viel zu langsam, pfeif auf den Plan, ich gebe jetzt Gas, langsamer werde ich eh von alleine. Die ersten 10 Kilometer vergingen "ruck zuck" und die Beine machten immer noch das was ich wollte. Na gut, versuch ich halt die Pace noch etwas zu halten. Auch nach KM 15 kein Anflug von Müdigkeit. Anscheinend lieferten die 2 Käsekrainer vom Samstag mehr Energie als das ganze Nudelzeugs, welches ich sonst immer vor einem Lauf hineinstopfte. Die nächsten 4 Kilometer waren nicht mehr ganz so locker, jedoch konnte ich die Pace halten und auf den letzten 2 Kilometern das Tempo nochmals erhöhen. Mit meiner Zeit bin ich zufrieden, zufriedener bin ich aber damit, dass ICH den Lauf kontrollieren konnte und nicht umgekehrt.

Mark: Der LCC-Lauf war mein zweiter Halbmarathon und obwohl ich mich nicht in besonderer Form gewähnt habe, war es ein super geiler Lauf für mich. Das Prater Stadium war eine super Kulisse zum starten, die Stimmung war eine gute, das Wetter gerade richtig und der Prater ist sowieso eine tolle Kulisse zum Laufen. Ich muss ja gestehen, dass ich den Halbmarathon viel humaner empfinde als die ganze Distanz, da braucht man fast keine Angst haben, dass man es nicht schafft. Auch dass das Rennen in Runden aufgeteilt ist, hilft einem das Rennen einzuteilen. Der letzte Highlight war, dass ich diesmal in voller L.i.L Dress gelaufen bin. Es hat sich bestätigt, dass die Dress ein Blickfang ist. Obwohl ich mir nie sicher war, ob das Bewunderung war, die mir entgegengeschwappt ist, oder sich die Leute gefragt haben "wos mocht der Blade in der geilen Dress?" :))) Das Team war wie immer eine tolle Unterstützung! Danke Jungs und Mädels, und auch wenn ich noch der langsamste in der Runde bin, mir macht es einen Höllenspass mit euch "mit zu laufen". Danke auch an den Christian, mein/unser Super-Trainer! Ich habe mein Ziel für dieses Rennen geschafft, unter 2:00 zu bleiben, das hat zwar erfordert, dass ich die letzten 150 m sprinten musste, aber ein gutes Finish gehört einfach dazu. Neue Ziele habe ich mir auch schon gesetzt, nächstes mal werde ich schneller sein!

Christian: Schön war, dass wieder soviele L.i.L Athleten an der Startlinie im Wiener Prater gestanden sind. Perfekte Wetterbedingungen und die Laune war am obersten Pegel. Punkt 10 Uhr ging es los und ich fühlte mich supergut. Die ersten 4 Kilometer gingen wie geschmiert, super Tempo. Dann begann leider mein Ischias zu schmerzen und ich hatte dadurch immer mehr Schmerzen im Oberschenkel bis hin zu Fusssohle, bei KM 8 bin ich dann schweren, aber wirklich sehr schweren Herzens ausgestiegen, jedoch denke ich, dass es eine vernünftige Entscheidung war. Irgendwie nur durchkommen, mit einer schlechten Zeit und dann vielleicht noch mit größerem Schaden als es jetzt ist, machte einfach keinen Sinn. So nehme ich das Positive mit, dass die Lauftechnik immer besser wird und der Grundspeed ebenfalls. Das nächste Mal schlage ich zurück.

01.10.2013 - Vienna Night Run

Beim Vienna Night Run war Melanie unsere einzige Starterin. Die 5 Kilometer lange Strecke über den Ring bewältigte sie in 35:46.

Melanie: Nachdem der Vienna Night Run genau in die Saisonpause gefallen ist, könnte man jetzt diskutieren, ob er schon zur neuen oder noch zur alten Wettkampfsaison zählt. Aber für den Bericht ist das ja irrelevant, denke ich :) Ich musste bereits am Vortag alles zusammensuchen, da der nächste Tag einen ziemlich engen Zeitplan hatte: Arbeit – Fachhochschule – mit den „Öffis“ zum Rathausplatz – anschließend gleich der Lauf. Somit bin ich in der Früh vollbepackt mit Tasche, Laptop und Rucksack mit Laufgewand in mein Auto und die Arbeit. Danach gleich nach Wien in die Fachhochschule. Die letzten Unterrichtseinheiten musste ich dann „schwänzen“, ins Auto umziehen und gleich mit den Öffis zum Rathausplatz. Dort habe ich auf Angela, Franziska und Stefan gewartet. Nachdem Angela aufgrund einer Verkühlung nicht gelaufen ist, dachte ich, dass ich nun ganz „alleine“ laufen müsste. Doch Franziska und Stefan waren nicht nur als Fans dort, sondern sind auch gestartet. Die 5 Kilometer waren ziemlich ereignislos. Wir hatten ein Tempo gefunden, mit dem keiner von uns dreien Schwierigkeiten hatte und konnten dieses auch den gesamten Lauf halten. Nur beim letzten Kilometer war es für mich anstrengend das Tempo zu halten, da mir, aufgrund von zu wenig essen und trinken, die Kraft ausging. Auf den letzten Metern hörten wir schon Angela, die einige Meter vor dem Ziel auf uns wartete. Und ein kurzer Zielsprint zu viert ging sich dann auch noch aus :) Nach dem Lauf sind wir ziemlich schnell aufgebrochen, weil niemand warme Kleidung mithatte.

21.09.2013 - Enzersdorfer Herbstlauf

Zum Finale des Laufcups Ost, dem Enzersdorfer Herbstlauf, stellten sich Ernst und Bernhard dem Hauptlauf über 10 Kilometer. Bernhard belegte in 48:34 den 45. Gesamt- und 21. Altersklassenrang, Ernst benötigte 48:46, was den 48. Gesamt- und 9. Altersklassenrang bedeutete. Auch im Nachwuchsbereich waren wir vertreten, die beiden Alinas gingen im Kinderlauf über 1000 Meter an den Start. Alina (Vegericht) holte sich in 4:53 den 5. Platz in ihrer Altersklasse, die andere Alina (Wunder) belegte in 6:10 den 8. Altersklassenplatz.

Ernst: Der Enzersdorfer Herbstlauf war der letzte Wettkampf heuer vor meiner Trainingspause. Um es kurz zu halten: Den anspruchsvollen 10 km Lauf legte ich in 48:46 zurück. Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dieser Zeit, wollte zwar die 45 Minuten Marke erreichen, aber angesichts der vielen Wettkämpfe, die ich heuer schon bestritten habe, war ich doch schon etwas müde. Somit ist die Zeit sogar sehr gut, da es in Enzersdorf einige Höhenmeter zu überwinden gibt. Der liebe Bernhard ist auch mal wieder auf meinen Fersen gehangen und hat dann auch noch einen sensationellen Lauf hingelegt, sodass ich ab km 6 nur noch hinter ihm nachlaufen konnte. Super Berni! Nun geht es in die Trainingspause – tschühü :-) Ich kenne aber schon mein Highlight für 2014, natürlich Langdistanz in Podersdorf!

Bernhard: Aufgrund meiner Gürtelrose, durch die ich Podersdorf leider canceln musste und der damit verbundenen Pause war dieser Lauf sozusagen eine Standortbestimmung für mich. In den letzten beiden Wochen war nur Techniktraining, Schwimmen und Laufen angesagt – eine Intervalltrainingseinheit ging voll daneben… also alles in allem mit mäßigen Erwartungen. Das Wetter wechselhaft und beim „Einchecken“ schienen die Organisatoren etwas überfordert - das Warmup war dadurch dann etwas länger und ich spürte, dass irgendetwas mit meinen Sprunggelenken/Achillessehnen nicht passte. Das Rennen wurde mit Verspätung gestartet und das Tempo auf den ersten 1000 Metern für mich eigentlich gefühlt gut - aber mit 4:40 doch hoch! Bei den Steigungen passte soweit auch alles und am höchsten Punkt war ich mit Ernst gleichauf. Am Retourweg überholte uns eine etwas schnellere Läuferin, wo ich dranbleiben wollte. Das ging auf, aber leider musste Ernst abreißen lassen. Auf diesem Teil fingen dann Probleme mit dem Sprunggelenk im linken Fuß an, die bis zum Ende immer heftiger wurden.  Auf den letzten 1000 Metern wurde ich von meiner „Mitstreiterin“ abgehängt und von einen andere Läufer überholt – aber meine Reserven reichten um beide vor der Ziellinie noch abzufangen.  Mit 48:34 weit besser als erwartet – sogar besser als beim Brucker Stadtlauf und das ohne richtige Vorbereitung gibt eine enorme Motivation für den Winter. Einzig die Probleme mit dem Sprunggelenk… aber ein paar zusätzliche Tage Pause vom Training werden das auch nicht ändern…  die 2014er-Saison kann kommen!

15.09.2013 - 16. Int. Wachaumarathon

Beim 16. Int. Wachaumarathon hielt Christian (Sch.) unsere Vereinsfarben hoch. Sein Ziel, beim Halbmarathon unter 2 Stunden zu bleiben, erreichte er perfekt getimt in 1:59:23.

Christian (Sch.): Den Samstag vor dem Wachaumarathon habe ich abwechselnd auf dem WC und der Couch verbracht. Durchfall & Bauchkrämpfe = Tapering der anderen Art :-) Trotzdem habe ich mir für Sonntag 05:30 den Wecker gestellt und wollte erst in der Früh entscheiden, ob ich nach Spitz fahre oder auch den Sonntag im Ruhezustand verbringen werde. Und siehe da, es geht mir besser. Ein Stück Striezel und eine Scheibe trockenes Toastbrot mit Gewalt hinunter gewürgt, damit ich zumindest irgendetwas im Magen habe und noch schnell die Laufsachen zusammengesucht. Den Frühstückskaffee habe ich sicherheitshalber ausgelassen :-) Abfahrt nach Krems mit flauem Magen aber was solls; geht nicht gibt's nicht. Mit dem Shuttlebus weiter nach Spitz und schnell ein WC gesucht :-) Nach einem Kohlehydrat-Riegel und etwas Auf- und Abgehen (statt des Einlaufens) habe ich mich dann in die Startaufstellung geschleppt. Nach dem Startschuss hat es eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis sich die Masse in Bewegung gesetzt hat. Nach 2 Minuten hab ich dann die Startlinie passiert und versucht mein Tempo und meinen Rhythmus zu finden. Das ist mir auch sehr gut gelungen, obwohl sich bei Kilometer 3 Seitenstechen bemerkbar gemacht hat. Ein paar Mal tief durchgeatmet und wieder Tempo aufgenommen. So vergingen die ersten 10 Kilometer wie im Flug und ich gekonnte die geplante Pace halten. Die Kilometer 12 - 18 waren auch ohne besonderen Vorkommnisse, auch was die Streckenführung betrifft. Ich weiß nicht, was alle so schön an der Strecke finden, aus meiner Sicht ist es eigentlich immer das gleiche Bild: links die Weinberge und rechts die Donau. Das wird spätestens nach 500 Metern langweilig; aber egal, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Die letzten 3 Kilometer durch Krems waren dann die absolute Qual. Das Ziel bereits vor Augen, hieß es noch eine Ehrenrunde durch Krems zu laufen. Ich wollte das Tempo noch etwas erhöhen, aber mangels Kohlehydraten, welche ich bei meiner samstäglichen WC/Couch Session verloren hatte, wollten die Beine einfach nicht mitmachen. Mit den letzten Kräften habe ich mich dann nach 1:59:23 ins Ziel gerettet. Mein Saisonziel, den Halbmarathon unter 2 Stunden zu finishen, habe ich zwar erreicht, aber insgeheim habe ich mit einer Zeit um die 1:53 spekuliert.

25.08.2013 - 7. Faaker See Triathlon

Wie schon 2012 ging Gregor auch bei der heurigen 7. Auflage des Faaker See Triathlons über die olympische Distanz an den Start. Er konnte sich mit 3:19:34 (43:24 – 1:25:02 – 1:02:15) um fast eine viertel Stunde verbessern.

Gregor: Am Sonntag, 25.08.2013 habe ich am 7. Faakersee Triathlon über die Olympische Distanz teilgenommen. Im Jahr zuvor hatte ich diesen Bewerb schon einmal bestritten, damals meine Triathlon-Premiere. 2012 war alles ganz neu und aufregend und die Nervosität war unglaublich. Aber auch heuer stieg die Nervosität kontinuierlich an, vor allem das Schwimmen nötigt mir immer noch gehörigen Respekt ab. Ich hab zwar im letzten Jahr unter Christians Anleitung wesentlich mehr und auch gezielter trainiert, trotzdem stellen die 1500 m Schwimmen immer noch eine ordentliche körperliche und vor allem geistige Herausforderung für mich dar. War das Wetter im letzten Jahr hochsommerlich mit Temperaturen weit über 30 Grad, so hatten wir heuer ganz andere Bedingungen, nämlich um die 14 Grad und Schüttregen während des gesamten Bewerbes. Aufgrund der Temperaturen waren heuer, im Gegensatz zu letztem Jahr, Neoprens beim Schwimmen erlaubt. Das war zwar eine Erleichterung, hat meine Nervosität vor dem Schwimmen aber nur unwesentlich gelindert. Die Wartezeit zwischen Check-In und Start lässt die Anspannung natürlich noch weiter ansteigen. Wir starteten zu viert, Christoph, Stefan, Etan und ich, wobei wir jeder andere Ziele hatten, uns aber aufgrund des Wetters und der nicht optimalen Vorbereitung in den letzten Wochen vor dem Triathlon, nicht all zu viel erwarteten. Ich hab mir zwar vorgenommen, schneller als letztes Jahr zu sein, aber falls es nicht klappen sollte, ist es auch keine Katastrophe. Gegen 11:00 war es dann endlich soweit und der Startschuss zum Schwimmen erfolgte. Im Gegensatz zum ersten Triathlon letztes Jahr hab ich heuer den Start wenigstens bewusst miterlebt, letztes Jahr lief das alles wie in Trance ab und ich hab kaum eine Erinnerung an den Start. Diesmal konnte ich sogar ein wenig das Rauschen des Wassers genießen, als wir los liefen in den See. Ich blieb eher im hinteren Drittel, war aber mitten in einem Pulk Schwimmer eingebettet und hab mich deshalb mal nicht um die Richtung kümmern müssen, sondern mich nur darauf zu konzentrieren versucht, gleichmäßig und ruhig zu kraulen. Das ging eigentlich ganz gut und ich war mal etwas beruhigter, aber leider hielt dieser Zustand nicht lange an. Nach ungefähr 300 m hab ich mal geschaut, ob die Richtung noch stimmt und obwohl ich genau auf die erste Boje zugeschwommen bin, haben kurz danach meine Probleme begonnen. Nix körperliches, sondern nur im Kopf. Ich konnte mir plötzlich nicht vorstellen, die nächsten 25 Minuten oder mehr, meinen Kopf vorwiegend unter Wasser zu haben. Klar war es für mich ungewohnt mit vielen anderen auf engem Raum zu schwimmen, aber es hat sich wohl auch gerächt, dass ich nicht im Freiwasser trainiert hatte, das ging sich in der Vorbereitung einfach nicht aus. Auf jeden Fall hatte ich ein massives psychologisches Problem, zwar keine Panik oder Ähnliches, aber Kraulen war mal nicht mehr und das schon relativ früh. Ich hab mich dann mit abwechselnd Brustschwimmen und immer wieder Kraulversuchen über Wasser gehalten, aber da ist dann schon der Frust dazu gekommen und zwischenzeitlich hab ich mir auch gedacht "Ok, ich schwimm die 1500m schon fertig, aber dann lass ich das Ganze..." Wie auch immer, nach einer gefühlten Ewigkeit kam das Ziel der Schwimmstrecke näher und dann war ich auch schon aus dem Wasser raus. Ich hab zuerst gar nicht auf die Zeit geschaut, sondern bin einfach automatisch Richtung Wechselzone getrabt. Susanna und René haben mir dann zugerufen, dass ich doch um einiges schneller war, als letztes Jahr und obwohl jetzt 43 Minuten keine berauschende Zeit ist, war es dann doch fast 8 Minuten schneller als im Vorjahr. Das hat den grundsätzlichen Ärger übers Schwimmen zwar nicht vergessen gemacht, jedoch war dann doch die Motivation wieder da, insgesamt doch auch schneller zu sein. Der erste Wechsel am Faakersee ist recht mühsam, weil doch so um die 500m weit bis zur Wechselzone zu laufen ist und das auch noch leicht bergauf. Die Radstrecke war natürlich sehr nass und vor allem am rechten Straßenrand stand das Wasser teilweise recht tief. Die erste Runde ging ganz gut und ich war erleichtert, dass die doch recht hügelige Strecke trotz des Wassers ganz gut zu fahren war. Auch die Temperatur war erträglich. Leider hab ich schon bei der ersten Steigung bemerkt, dass mein vorderer Kettenwerfer die nassen Bedingungen gar nicht gut verträgt und so konnte ich teilweise vorne gar nicht auf das kleinste Kranzl schalten, weshalb ich immer wieder einige Zeit früher als notwendig vor den Steigungen versuchte zurück zu schalten, aber leider nicht immer mit Erfolg. Dadurch musste ich dann zweimal die steilste Steigung mit zu hohem Gang fahren und das hat natürlich schon ganz schön Kraft gekostet. Zusätzlich hab ich in der dritten Runde ordentlich Kreuzschmerzen bekommen. Zusammen mit dem Wetter und dem daraus resultierenden kleinen technischen Problem hat das dann dazu geführt, dass ich nur knapp drei Minuten schneller war beim Radeln als im Jahr zuvor. Der zweite Wechsel verlief problemlos, jedoch waren meine Beine richtig schwer beim loslaufen. Richtige Elefantenbeine :-) Den ersten Kilometer hab ich, so wie von Christian gelernt,  versucht "schnell" an zu laufen, aber das war nur mäßig erfolgreich. Zum einen hab ich die Anstiege mit dem Rad gespürt, zum anderen gehen die ersten zwei Kilometer auf der Laufrunde auch noch bergauf, aber am mühsamsten war der tiefe Boden. Aufgrund des anhaltend starken Regens und der Tatsache, dass ein Großteil der Laufrunde am Faakersee durch den Wald führt, war der Boden extrem tief. Uns sind da richtige "Sturzbäche" auf der Strecke entgegen gekommen, knöcheltiefe Lacken und "Gatsch" ohne Ende. Aber wie hat ein guter Freund (der schon ein paar Ironmen hinter sich hat) zu mir gesagt: "Super, Triathlon bei Sauwetter ist aber schon irgendwie geil!" Das Kreuz hab ich nach wie vor gespürt und so richtig in einen Rhythmus bin ich eigentlich erst nach vier Kilometer gekommen, als die Laufstrecke auf Asphalt entlang der Bundesstraße verlief. Am Anfang der letzten Runde, als ich an Susanna und René vorbei gelaufen bin, hab ich ihnen zugerufen: "Und wieder mal war das jetzt sicherlich das letzte Mal, dass ich sowas mach!" Dabei hab ich eh gewusst, dass das nach dem Triathlon eh wieder anders ist. Ok, die letzten fünf Kilometer hab ich nochmal probiert ein wenig Gas zu geben und war dann auf der zweiten Runde zumindest etwas über zwei Minuten schneller als in der ersten. Alles zusammen ist dann 3:19:34 heraus gekommen, etwas mehr als 14 Minuten schneller als 2012. Also eigentlich Ziel erreicht, aber irgendwie war ich während des ganzen Rennens nicht zufrieden mit mir, aber wahrscheinlich hab ich mir auch einfach zu viel erwartet und die Schwimmleistung hat mich doch eher enttäuscht. Wahrscheinlich wäre auch noch einiges drin gewesen, denn im Ziel war ich zwar froh, dass Schluss ist, aber ich hab mich eigentlich fit gefühlt, also weder komplett erledigt oder ausgelaugt. Hmmm, wahrscheinlich fehlt mir das Quäl-Gen :-) Aber passt schon so, da bleibt noch Luft nach oben :-) Meinen drei Freunden ist es teilweise sensationell gegangen, Christoph und Stefan sind in 2:37:39 gemeinsam durchs Ziel und das obwohl beide wegen diverser Verletzungen kaum trainieren konnten. Etan, der eigentlich der beste Schwimmer und Läufer von uns ist, hatte leider auch ein "Psycho" Problem beim Schwimmen und ziemliche Kreuzbeschwerden beim Laufen, sodass er sich gerade noch drei Minuten vor mir ins Ziel geschleppt hat, der Arme. Alles in allem war das Wochenende und auch der Triathlon wieder sehr lässig und wir werden wohl nächstes Jahr wieder kommen.

24./25.08.2013 - 26. Int. Austria Triathlon Podersdorf

Sechs Mitglieder unseres Vereins waren in Podersdorf am 24. bzw. 25. August im Wettkampfeinsatz. Christian nahm nach seinem Ironman in Klagenfurt die Halbdistanz in Angriff und klassierte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 5:27:17 (34:16 – 2:39:44 – 2:09:51) auf dem 320. Gesamt- bzw. 59. Altersklassenrang. Stefan und Ernst erlebten zum ersten Mal das Abenteuer Langdistanz. Stefan lief nach 10:24:37 (1:24:27 – 5:07:25 – 3:49:09) als 65. gesamt und 5. seiner Altersklasse ins Ziel. Ernst finishte in 11:38:06 (1:12:30 – 5:42:51 – 4:37:00) und wurde damit 141. gesamt bzw. 12. seiner Altersklasse. Am Sonntag starteten Christian (Sch.), der sein Wettkampfdebüt gab, Angela und Melanie über die Sprintdistanz. In 1:20:49 (15:56 – 34:59 – 26:01) feierte Christian eine tolle Premiere und landete damit auf dem 145. Gesamt- und 21. Altersklassenplatz. Angela (18:19 – 41:24 – 33:13, Gesamt 298., Alterklasse 18.) und Melanie (15:03 – 41:10 – 37:04, Gesamt 299., Altersklasse 12.) liefen gemeinsam in 1:37:58 über die Ziellinie und freuten sich über neue persönliche Bestzeiten.

Christian (St.): Wiedereinmal unser so geliebtes Wettkampfwochenende in Podersdorf. Ich hatte ja heuer schon eine Langdistanz absolviert und habe mich kurzerhand noch entschieden eine Halbdistanz zum Saisonausklang zu absolvieren. Wie immer war unser ganzes Team topmotiviert und wir hatten schon am Freitag jede Menge Spaß. Sogar das Aufstehen am Samstag war lustig, aber doch etwas mit Spannung gefüllt. Ich fühlte mich gut und freute mich auf das Rennen. Punkt 07.00 der Startschuss und dann begann der Horror Schwimmen. Leider haben es wieder Hunderte von Athleten nicht verstanden, dass es sich hier um einen Triathlon handelt und nicht um einen Duathlon. Sie sind größtenteils gegangen und man ist nicht wirklich in das Schwimmen gekommen, daher war ich von der Schwimmzeit mit 34 Min. sogar noch positiv überrascht. Jedoch geht das um einiges schneller. Dann ging es ab auf das Rad und die 90 Kilometer habe ich einfach nur genossen. Ehrlich gesagt war ich mit der Radzeit von 2:39 nicht ganz zufrieden, aber daran wird gefeilt. Dann ging es ab auf die Laufstrecke und wieder kam das Problem mit den Waden, welches mich schon die ganze Saison begleitet. Wieder wurden sie nach 2 Kilometer zu Stein und ich benötigte doch 5-6 Km, bis es endlich vorbei war. Mein Osteopath weiß aber was er zu tun hat und das werden wir noch heuer in den Griff bekommen. Das Laufen war dann nicht das Gelbe vom Ei und letztendlich habe ich doch mit einer enttäuschenden Zeit von 5:27 gefinisht, aber glücklich und das ist das Wichtigste.

Stefan: Meine erste Langdistanz! Dementsprechend darf auch der Bericht etwas länger werden :-) Schon vor rund 2,5 Jahren war mir klar, welche Ziele in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden würden. 2011 blieb ich noch auf den kürzeren Distanzen, 2012 ging es erstmals über die Halbdistanz und 2013 hieß der Saisonhöhepunkt Langdistanz. Dass dieser in Podersdorf – meinem absoluten Lieblingsbewerb – stattfinden würde, stand zu jeder Zeit fest. Auch mein Ziel habe ich schon damals definiert: unter 10 Stunden – oder, wie ich es lieber formuliere: 09:??. Nun, im Bericht weiter oben sieht man es schon – ich habe mein Ziel nicht erreicht. Ich war auf die „9“ fokussiert, war absolut überzeugt sie zu erreichen und habe daran geglaubt. Dennoch hat es nicht sein sollen. Zumindest heuer, man kann unschwer herausfinden, welches Ziel ich für 2014 anstreben werde. Jetzt aber zum Rennwochenende an sich: Schon am Freitag ging es mit Christian, Ernst und Luci nach Podersdorf, um die üblichen Vorbereitungen zu treffen. Mittag essen, Startunterlagen holen, Kaiserschmarrn-Party, Wettkampfbesprechung, Vorbereitungen im Quartier, schlafen. Kurz nach 4 Uhr aufstehen, alles fertig machen und ab in die Wechselzone. Kurz vor 7 Uhr im Wasser noch Umarmungen mit Christian und Ernst, dann begab sich jeder auf seine Reise. Meine begann ganz ok, das übliche Gewusel beim Start war wie üblich nicht zu verhindern. Die doch beträchtlichen Wellen beim „Hinausschwimmen“ haben mich nicht gestört, auch wenn das den einen oder anderen Schluck vom Neusiedler See zur Folge hatte. Naja, man soll ja eh genügend trinken :-) Zur Mitte der ersten Runde fuhr ein Krampf ein meine linke Wade ein, unangenehm, aber zum Glück verschwand der nach kurzer Zeit wieder. In der zweiten Runde machten sich ziemliche Orientierungsprobleme bei mir breit. Die Halbdistanzler waren ja bereits weg und ich fast am Ende des Feldes. So bin ich einmal zwecks Orientierung kurz aufgestanden. Beim Abstossen schoss erneut ein Krampf ein, diesmal in der rechten Wade und diesmal nicht unangenehm, sondern schmerzhaft. Dadurch, gemischt mit einem leichten Übelkeitsgefühl, war ich froh, das Schwimmen danach erledigt zu haben. Als Luci dann mit besorgtem Blick rief „Gehts dir eh gut?“, wusste ich, dass ich wohl nicht den besten Eindruck machte :-) Meine Uhr hatte beschlossen, doch nicht wasserfest zu sein und so war ich ohne Zeit unterwegs. In der Wechselzone hörte ich zufällig die Zeit und dachte: Naja, bescheiden! Ich war sogar hinter meiner konservativ geplanten Zeit von 1:20. Was solls, jetzt hieß es beim Radfahren alles zu geben. Die Waden waren zwar noch etwas verhärtet, aber das störte nicht. Die ersten 3, 4 Runden liefen super, konstant und ich fühlte mich auch schnell unterwegs. Von der Ernährung her versuchte ich meine 3 Radflaschen mit Flüssignahrung (u.a. 4 Gels aufgelöst pro Flasche) zügig zu leeren, aber das ging nicht. Am Ende der 180 Kilometer sollten es dann nur 1,5 Flaschen, also 6 Gels gewesen sein. Ich beschränkte mich gegen Ende auf Wasser und Iso. In Runde 4 bekam ich im Helm Besuch von einer Wespe, deren Stich war zum Glück nicht lange zu spüren, ich musste aber stehen bleiben, um sie aus ihrem Gefängnis zu befreien :-) In den Runden 5 und 6 merkte ich die schwindende Energie, drückte aber trotzdem so fest wie möglich in die Pedale. Sehr spannend waren auch die emotionalen Auf und Abs. Es war in Runde 3 (vermute ich), ich dachte spontan an meinen Zieleinlauf in meiner Wunschzeit und schon liefen ein paar Tränen die Wangen herunter. Gleich darauf pushte ich mich extrem, um auch wirklich alles herauszuholen. In Runde 5 (oder 6, keine Ahnung mehr) gab es dann eine Phase, in der ich irgendwie abwesend bzw. weggetreten war, eine Art Dämmerzustand. Die Waden wurden jedenfalls immer angespannter, wodurch ich regelmäßig aufstand und dehnte, schließlich hatte ich große Befürchtungen vor Krämpfen beim Laufen.  Dies alles machte sich natürlich in der Zeit bemerkbar. Während die Rundenzeit anfangs 49 bis 50 Minuten betrug, war es in Runde 5 schon 53 und in Runde 6 schon 55 Minuten. Das wusste ich im Rennen aber klarerweise nicht, weil ich ja noch immer ohne Uhr unterwegs war. Nach dem Wechsel zum Laufen fragte ich jemanden vom Organisationsteam nach der Zeit, die Antwort war „13:36“. Jetzt hatte ich kurz zu schlucken. Ich wusste nun, dass meine Radzeit über 5 Stunden betrug und dass somit für mein Ziel ein Marathon von 3:24 nötig war. Mir war insgeheim klar, dass das nicht realistisch war. Trotzdem oder gerade deswegen - gepaart mit einer großen Erleichterung, weil ich krampffrei loslaufen konnte – wollte ich alles versuchen. Der Beginn des Laufens war vielversprechend, ich fühlte mich super und zügig unterwegs. Auch die abschnittsweise Begleitung von Luci und Christian (das sogar nach seiner eigenen Halbdistanz, Wahnsinn!) auf dem Rad war toll und hat unterstützt, ebenso wie die Anfeuerung von Angi, Meli, Dani, Conny und meiner Mama – vielen Dank! Die Ernährung war auch beim Laufen ein Thema. Gels gingen absolut nicht mehr hinein, auch wenn mir Christian einmal lauthals zuschrie: „Nimm ein Gel, nimm ein Gel!“ Der Moderator hat das übrigens gehört und so lange belustigend wiederholt, bis ich außer Hörweite war :-) Ich blieb jedenfalls bei Wasser, Cola und Bananen. Die Kilometer verstrichen und hinterließen klarerweise ihre Spuren. Ich freute mich über jede Labestation mehr und unterbrach für die Flüssigkeitsaufnahme sogar das Laufen. Keine Ahnung, ob das clever war, das Wieder-Anlaufen war nämlich auch nicht ohne. In Runde 3 schmerzten die Oberschenkel schon deutlich. Ich versuchte mich immer wieder abzulenken und dachte z.B. bewusst an einen richtigen und schönen Laufstil. Kurze Gespräche mit Luci und Christian – naja, später war es eher ein Zuhören meinerseits :-) – sorgten für Abwechslung, die Anfeuerungsrufe von außen sowieso. Auch beim Laufen sah man im Nachhinein die fortschreitende Strapazen an den Rundenzeiten. Anfangs noch bei 26 bis 27 Minuten, gegen Ende bei 31 bis 32 Minuten. Vielleicht war es doch gut, dass sich meine Uhr verabschiedet hat :-) In der letzten Runde fühlten sich die Oberschenkel endgültig wie Stein an und ich sehnte den Zieleinlauf herbei. Im Zielkanal sah ich dann auch meine Zeit – 10:24 und ein paar Sekunden. Auf der Ziellinie versuchte ich eine kleine Jubelpose, gelang aber nicht mehr :-) Ich empfand nur völlige Erschöpfung, selbst reden konnte ich nicht. Nach etwas Nahrung und verstrichener Zeit war das Heftigste überwunden und wir empfingen schon Ernst, der mit einer sensationellen Zeit finishte – herzliche Gratulation! Nach dem Check-Out ging es zum Abendessen und anschließend schon ins Quartier. Am nächsten Tag hieß es wieder zeitiger aufstehen, weil Christian, Luci und ich unsere Starter bei der Sprintdistanz (Angi, Meli und Christian Sch.) anfeuern wollte. Die im Übrigen alle ein tolles Ergebnis inkl. neuer persönlicher Bestzeit erreichen konnten – auch euch herzliche Gratulation! Für mich bleiben nun mit etwas Abstand einige Erkenntnisse. Dass, auch wenn mir von vielen gesagt wurde, dass man die erste Langdistanz erst einmal finishen muss, ich mit der Zeit nicht zufrieden bin (enttäuscht wäre aber eine Übertreibung), weil ich von der „9“ so überzeugt war. Dass es für ein Ziel an sich unterm Strich egal ist, warum man es nicht erreicht – Erfahrungen mitnehmen und beim nächsten Mal besser machen, heißt es. Und, um mit etwas Positiven zu enden, dass ich schon stolz bin, und zwar auf die Art und Weise, wie ich meine erste Langdistanz bestritten habe. Podersdorf, see you on 06.09.2014!

Ernst: Mein Höhepunkt 2013 war die Ironman–Langdistanz in Podersdorf. Im Vorfeld hab ich mir einige Male gedacht: Was tust du dir da an? Wozu das viele Training und die Zeit, die ich für das Training brauche? Manchmal dachte ich auch: Scheiß drauf, ich starte gar net. Dann dachte ich wieder: Du bist super trainiert, du bist es dir, deiner Familie und allen anderen, die an dich glauben, schuldig. Am Freitag, den 23.08 Anreise und Quartier bezogen mit Christian, Stefan und Luci, danach aufs Renngelände Startunterlagen holen. Eine kurze Radeinheit, ein kurzer Lauf, dann ging es zur Wettkampfbesprechung. Zurück im Quartier hieß es nur mehr Rad herrichten und relaxen. Ich habe sehr gut geschlafen, Tagwache war um 4:15. Alles fertig machen und ab in die Wechselzone. Schon beim Hingehen Wind, aber was soll es, der ist ja mittlerweile mein ständiger Begleiter. Über die Vorbereitungen vor dem Start gehe ich jetzt nicht näher ein, da es immer der gleiche Ablauf ist - egal ob Sprint- oder Langdistanz. Irgendwie bin ich gar net so nervös, sondern denke nur: Jetzt ist es soweit, mach es einfach! Plötzlich war mein Kopf frei. Noch eine Umarmung mit Christian, Stefan und Luci und dann stand ich auch schon im Wasser. 7:00 Startschuss, los ging es. Durch den Wind waren auch schöne Wellen im Neusiedlersee, die machten mir aber nichts aus, da ich in der Türkei etliche Male bei Wellen geschwommen bin. Die ersten 1500 Meter ein Gemetzel, aber dann gings einfach super. Die zweite Runde verlief genial, nur die Strömung trieb mich immer wieder ein wenig ab. Trotzdem stieg ich mit einer sensationellen Schwimmzeit aus dem Wasser – 01:12:30. Nach dem Wasserausstieg hab ich mir bewusst Zeit gelassen, in Ruhe in die Radschuhe gestiegen und die Startnummer umgebunden. Ab aufs Rad zu 6 Runden zu je 30 km. Es lief ab wie im Film. Mir ging es einfach super gut, ich wurde nicht müde, so lag ich 5:42:51 im Aufleger. Dass der Hintern zu schmerzen angefangen hat brauch ich wohl net extra zu erwähnen. Die Radzeit war nach Plan, sogar etwas besser. Gott sei dank runter von Rad - nach 180 km reicht es dann auch schon mal. In die Laufschuhe, meinen Gel-Gurt, den ich auch beim Vienna City Marathon mit hatte, um die Hüfte und ab auf die Laufstrecke. Da ich eine Zeit von 12 Stunden anpeilte hatte ich durch die super Schwimm- und Radzeit einen tollen Zeitpolster. Auch beim Laufen ging es gut, ich bekam auf der Laufstrecke tolle Unterstützung von Luci, Meli, Angi, Dani, Conny und Christian – super, danke nochmals! Ich werde mich irgendwie revanchieren. Sie halfen mir mit einem Lächeln zu laufen. Ein guter Tipp: Eine bessere Eigenmotivation gibt es nicht, es geht einfach mit Lächeln leichter. Es waren 4 Runden durch die Illmitzer Wüste bei bestem Laufwetter. Der Wind hatte nachgelassen und die Temperaturen waren perfekt. Die ersten 2 Runden genial, dann bei Km 25 ein leichter Einbruch aufgrund leichter Krämpfe. Bei den Labstationen ging ich immer wieder ca. 30-40 Meter, dabei lösten sich die Krämpfe und ich fing mich wieder. Dann die letzte Runde, noch 10 Km bis zum Ziel. Ich lag super in der Zeit, hatte einen Polster von mehr als einer halben Stunde auf die 12 Stunden Marke. Das ist zu schaffen, ich war mir sicher! Christian kam und begleitete mich auf dem Mountainbike. Noch einmal hinaus in die Wüste, das letzte Mal um den Wendepunkt. Ich war zwar müde, aber nun begannen die Beine von selbst zu laufen. An dieser Stelle: Lieber Christian, es ist nicht hilfreich mir alle 50 Meter zu sagen, wie weit es noch bis zum Ziel ist. In so einer Phase weiß man das selbst mehr als genau :-) Trotzdem DANKE, dass du da warst. Die letzte Labestation vor dem Ziel, noch einmal ein halbes Gel mit Widerwillen in den Mund gedrückt und dann die letzten 2 Km. Ich sage zu Christian: Wo ist die Musik, ich muss den Moderator hören, das brauche ich jetzt. Bald mein Freund, gleich hörst du ihn leise aus der Ferne. Die Musik, die Stimmen, die immer lauter wurden, und auch meine Beine wurden immer schneller. Christian sagte noch: Das gehört jetzt dir, das hast du dir verdient. Die letzten 500 Meter, die Leute jubelten, ich bedankte mich mit Klatschen. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, das man hat. Aber jetzt, wo ich den Bericht schreibe, kommt alles hoch und …….naja, dadurch sehe ich die Tasten manchmal kurz nicht. Nach einer für mich unglaublichen Zeit von 11:38:06 Zieleinlauf mit einem riesen Lächeln übers ganze Gesicht. Es ist vollbracht - ich bin ein Ironman. Jetzt, 4 Tage später, ist es noch immer wie ein Traum, der wahr geworden ist. Die Schmerzen der letzten 3 Tage sind weg, obwohl sie zu meiner Verwunderung nicht schlimm waren. Eines weiß ich ganz genau …ich mache es wieder. Eines noch, für einige haben sich dadurch meine freundschaftlichen Gefühle verstärkt und für einige haben sich neue gefunden. DANKE EUCH!!!

Christian (Sch.): Mein erstes Mal :-) Pünktlich um 7.00 Uhr steh ich in der Wechselzone und richte mit Hilfe von Christian, Stefan und Luci meinen Platz ein. Nachdem alles in Reih' und Glied liegt bzw. steht beginnt das endlose Warten auf den Start. Bei der Wettkampfbesprechung wird noch mitgeteilt, dass Neoprenanzüge erlaubt sind. Die meisten freuen sich, mir aber ist das egal, ich habe
keinen. Beim Schwimmeinstieg war mir sofort klar, warum es Neoprenerlaubnis gibt. Der See hatte gefühlte 10°C. Nur keine Schwäche zeigen, Zähne zusammenbeissen, Augen zu und hinein. Die ersten 250 Meter war der Rhythmus für einen "Nichtschwimmer" wie ich einer bin gar nicht so schlecht, jedoch sind mir dann einige Teilnehmer im Weg gestanden und der Rhythmus war dahin. Mit abwechselnd Brust- und Kraulschwimmen hab ich mich über die restlichen 500 Meter gerettet. Nachdem ich meine grösste Sorge, das Schwimmen, beendet hatte gings ab aufs Rad. Die ersten Kilometer noch abwartend und zurückhaltend was das Tempo betrifft hab ich dann ab Kilometer 4 das Tempo erhöht und bin mit einem 34er Schnitt in Richtung Wechselzone geflogen. Runter vom Rad und hinein in die Laufschuhe. Aufgrund der mangelnden Wettkampferfahrung bin ich auch beim Laufen anfangs etwas zu langsam gestartet und habe erst nach Kilometer 2 das Tempo erhöht. Die restlichen 3 Kilometer waren dann im grünen Bereich. Nachdem ich die Ziellinie überschritten hatte, war mein erster Gedanke: Schade, dass es schon vorbei ist. Danke an Luci, Stefan und Christian für die Hilfe beim Einrichten in der Wechselzone, für die positiven und aufbauenden Worte und natürlich für das unermüdliche Anfeuern.

Angela: Ich kann mich erinnern als ob es gestern gewesen wäre, doch in Wirklichkeit ist es ein Jahr her. Vor einem Jahr hatte ich beschlossen aus einem Traum ein Ziel zu machen. Der Traum war es Triathletin zu werden. Mein Ziel war es in Podersdorf zu starten. Anfangs hatte ich niemanden davon erzählt – denn ich konnte ja selbst nicht glauben, dass ich das jemals schaffen könnte… Ein Jahr später war es dann soweit. Ich stand hier in Podersdorf und rund um mich Triathleten. Meine Freunde und Teamkollegen begleiteten mich bis zum Start. Auch Melanie startete hier. Ihre Familie war mit dabei – das sind die „Ultras“ unter den Fans :-) Bis zum Schluss habe ich mir die Entscheidung offen gehalten, ob ich mit oder ohne Neo starten würde. Ich hörte auf mein Bauchgefühl und entschloss mich den Neopren einfach weg zu lassen. Schon beim Einschwimmen schlug mir das Herz bis zum Hals. Aber ein Freund hat mir gesagt: „Nervosität ist OK – das heißt dass es dir was bedeutet“ Wie recht er doch hatte, das war der wichtigste Tag der Saison für mich. Die Bedingungen konnten nicht besser sein. Also hier war ich mitten im Wasser, rund um mich Menschen, die wie ich auf den Start warteten. Der Countdown wurde gezählt. Hunderte Gedanken in meinem Kopf. 10 – einfach schwimmen, nur nicht aufhören / 9 – versuch nicht zu schnell zu starten / 8 – soll ich vielleicht doch weiter links starten / 7 – 750m sind schon sehr lang / 6 – Blödsinn hab ich doch in Neufeld auch geschafft / 5 – der Start in Neufeld war schwierig / 4 – wird es hier auch so? nur nicht zu schnell aus dem Wasser laufen / 3 – wer wird im Ziel auf mich warten / 2 – ich kann das, ich kann das, ich kann das / 1 –  Panik/ GO – das ist der Moment, wo ich abschalte und es einfach mache… Auf los gings los und ich habe versucht mein Tempo zu finden. Das Schwimmen ist recht gut gelaufen. Die Entscheidung gegen den Neo habe ich nicht bereut. Gegen Ende der Strecke wurde das Wasser immer seichter, die ersten Teilnehmer haben begonnen zu gehen, wodurch ich gezwungen war „Slalom“ zu schwimmen. Ich habe versucht so lange wie möglich im Wasser zu bleiben, und nur die letzten Meter zu gehen. Als ich aus dem Wasser lief war mir schwindelig. Ich habe versucht es zu ignorieren und habe mich fürs Radfahren ausgerüstet. Helm, Band, Schuhe… Ich konnte Anfeuerungsrufe hören - das tat gut. Ich lief auf die Radstrecke. Kurz bevor ich aufstieg konnte ich Christian sehen, dem ich per Handzeichen zeigte, dass es mich „dreht“. Er rief irgendwas in Richtung „beim Radeln wirds besser“ und er sollte recht behalten. Schon nach den ersten paar Metern ging es mir merklich besser. Ich begann meinen Rhythmus zu finden und gewann an Selbstsicherheit. Mit meinem neuen Rad war es einfach nur ein super Gefühl. Trotz Anstrengung konnte ich die Radrunde genießen. Am Ende der Radrunde sah ich Freunde, die gerade angekommen waren und mich anfeuerten. Auch in der Wechselzone war auf die Unterstützer Verlass. Auch der zweite Wechsel verlief problemlos und ich konnte weiter auf die Laufstrecke. Anfangs hatte ich das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen. Also habe ich versucht einfach mein Tempo zu finden. Von Meter zu Meter ging es besser und ich konnte die Geschwindigkeit steigern. Beim Wendepunkt hatte ich meinen Rhythmus gefunden. Ich wusste, dass es nicht mehr weit war bis ins Ziel. Plötzlich sah ich Melanie neben mir. Konnte das wahr sein? Ich rief ihr zu: „Machen wir es gemeinsam?“ Gesagt getan. Wir liefen die letzten Meter gemeinsam, gaben uns die Hand und genossen gemeinsam den Zieleinlauf. Gefeiert von den vielen bekannten Gesichtern, die im Ziel auf uns warteten. Ich konnte in Podersdorf mit einer Zeit von 1:37 finishen. Schneller als erwartet und um viele Erfahrungen reicher. Die letzten Monate waren geprägt von vielen Auf und Abs, aber egal was passiert, solange man sein Ziel vor Augen hat, kann man es erreichen.

Melanie: Endlich das Podersdorf-Wochenende war da. Es hat zwar am Samstag nicht besonders gut angefangen (Stau auf der Autobahn), dafür am Sonntag umso besser aufgehört (neue Bestzeit). Nachdem Angela und ich den Start von unseren Ironman- und Halbironman-Startern verpasst hatten, waren wir schon nicht mehr so gut gelaunt, aber das hat sich im Laufe des Tages wieder geändert und mit vielen neuen Eindrücken und einen kleinen Muskelkater in den Füßen ging es dann ins Bett (war nicht ganz so sinnvoll am Vortag vom eigenen Bewerb so viel zu laufen, hat aber definitiv das Training an diesem Tag ersetzt). Nachdem Angi und ich mittlerweile, was Triathlons betrifft, unzertrennlich sind, fand auch an diesem Tag die Anreise gemeinsam statt. Mit dem Auto von meiner Mama (ein großes Danke nochmal) ging es, diesmal staufrei, nach Podo. Die Vorbereitungen in der Wechselzone waren ziemlich schnell abgeschlossen und am Weg zum Start kamen dann auch schon meine Eltern und diesmal sogar meine Großeltern dazu. Noch eine schnelle Einweisung wo sie sich am besten hinstellen können und dann ab ins Wasser. Obwohl ich mir das Schwimmen aufgrund der vielen Teilnehmer schwieriger vorgestellt hatte, wars ziemlich „ruhig“ und konnte die ganze Strecke bis auf ein paar Züge durchkraulen. Nur der Ausstieg war etwas mühsam, da der See nicht wirklich tief ist und man schon einige Meter vorher mit den Armen den Boden berührt (ein Hoch auf die S-Zug-Technik ;) ). Das Radfahren war… leider geil. Flach, fast kein Wind und zum ersten Mal selbst Starter überholt, motiviert ungemein. Nur beim Laufen hatte sich nach ca. 1 km das viele Trinken beim Radfahren gerächt, aber ans Aufgeben war nicht zu denken. Der spannendste Moment war nach 2,5 km. Wie weit war Angi hinter mir? Und ich war wirklich erstaunt, da sie nur geschätzte 500 m hinter mir war. Auf die letzten hundert Meter holte sie dann doch noch auf. Und wie am Vortag gescherzt, liefen wir gemeinsam ins Ziel. Zum Schluss möchte ich noch sagen: next year, same time, same place :)

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04.08.2013 - 20. Friedens-Radmarathon Schlaining

Am 4. August 2013 startete Luci beim 20. Friedens-Radmarathon in Schlaining. Die Strecke von 119 Kilometern gepaart mit 1110 Höhenmetern bewältigte sie in 3:43:20 und landete damit auf dem 6. Gesamtrang bei den Damen sowie dem 2. Rang in ihrer Altersklasse.

Luci: Im August 2012 bin ich bei einer meiner geliebten Radausfahrten im Burgenland rein zufällig in einen Radmarathon geraten und "schwarz" einen Teil der Strecke mitgefahren. Als ich mir damals die doch sehr höhenmeterlastige Strecke anschaute, war mir schon klar, dass ich beim Radmarathon Schlaining 2013 starten wollte. Gesagt, getan... Im Vorfeld trainierte ich viel im Burgenland um mich an die Höhenmeter zu gewöhnen. Und dann war es auch schon soweit - ich war relativ zeitig beim Start und konnte mir einen guten Platz weit vorne sichern. Die Minuten verstrichen und ich wurde merklich nervös - zum einen weil ich nicht wusste, was mich erwartet, das war ja mein erster Bewerb dieser Art, zum anderen weil es extrem heiß war und ich nach meinem Unfall noch immer nicht wusste, ob die Streckenlänge nicht zu lang für mich war... Egal, Gedanken beiseite, Zähne zusammenbeißen und auf gehts. Nach dem Startschuss gings gleich mal mit einer knackigen Steigung zur Sache an der ich von vielen Startern überholt wurde - ich dachte, mal im normalen Tempo starten und danach steigern. Heute weiß ich es besser - höheres Tempo am Beginn heißt Fahren in einer schnelleren Gruppe ;))... Die ersten Kilometer dieser Strecke waren von Steigungen und Abfahrten geprägt auf denen es ordentlich zur Sache ging - bei der ersten Abfahrt sah ich einige Stürze, die mich ehrlich gesagt sehr schockierten. Ansonsten ging es mir bei den ersten Kilometern sehr gut, ich hatte mein Tempo gefunden und nach einigen Kilometern auch eine Gruppe die genau dieses Tempo fuhr. Ab da gings im Sog der Gruppe - die immer größer wurde - weiter, was wirklich sehr angenehm war. Immer wieder wurde nach Kurven das Tempo für kurze Zeit verschärft, aber ansonsten war es wirklich kein Problem. Die Strecke führte dann eine kleine Runde nach Ungarn und danach wieder nach Österreich, wo ich von da an immer wieder von meiner "Fangruppe" lautstark angefeuert wurde - danke an dieser Stelle dafür. Die letzten Kilometer waren dann wieder geprägt von vielen knackigen Steigungen, auf denen ich merkte, dass es mit meinen Kräften zu Ende ging. Aber mit dem Wissen es bald geschafft zu haben und mit einem netten Beifahrer an meiner Seite war auch der letzte knackige Anstieg zum Ziel kein Problem. Dort wurde ich dann auch schon erwartet und war sehr froh und glücklich es geschafft zu haben.

21.07.2013 - 4. Sparkassen Mostiman Triathlon

Bei der 4. Auflage des Mostiman in Wallsee ging Stefan für unseren Verein an den Start. Die Distanzen von 1,5 – 38 – 10 absolvierte er in 2:20:56 (32:14 – 1:04:21 – 41:44) und landete damit auf dem 73. Gesamtrang.

Stefan:  Die 4. Auflage des Mostiman war zugleich mein 3. Start - ein Beweis, dass ich diesen Bewerb sehr schätze. Heuer haben sich die Veranstalter meiner Ansicht nach nochmals gesteigert. Wirklich toll organisiert von A bis Z. Sportlich gesehen wollte ich mich gegenüber dem Vorjahr in jeder Disziplin verbessern. Dass ohne Neo geschwommen wurde, war für dieses Vorhaben beim Schwimmen eine Aufgabe :-) Das Schwimmen selbst verlief überraschend fast ohne Schläge. Die Zeit war fast exakt die selbe wie im Vorjahr, aber eben ohne Neo – ich seh's also als Verbesserung, auch wenn ich mit 32:14 an sich nicht zufrieden bin. Beim Radfahren galt es wieder in jeder Runde zwei knackige Anstiege zu bewältigen und teils rasante Abfahrten zu erleben. In Hinblick auf meinen Saisonhöhepunkt in Podersdorf habe ich übrigens die Möglichkeit genutzt, meine Ernährung einem letzten Test zu unterziehen – hat funktioniert. Auch hier war die Zeit fast exakt die selbe wie 2012. Was ich einerseits etwas enttäuschend finde, andererseits sind die 1:04:21 ok. Beim Laufen war die Atmung leider wieder ein Thema, aber immerhin nicht so krass wie in Neufeld. 41:44, rund eine Minute schneller als im Vorjahr, lassen vor allem in Anbetracht dessen, dass ich nicht ans Limit gehen konnte, hoffen. Next Stop: Podersdorf, 24.08.2013. Ziel: 09:??

20.07.2013 - Trumer Triathlon

Melanie und Angela nahmen die Reise nach Obertrum auf sich und starteten am 20. Juli bei der dortigen Sprintdistanz im Staffelbewerb. Melanie begann in ihrer Paradedisziplin Schwimmen (750 m – 15:21), übergab dann zum Radfahren an Angela (25,4 km und 450 Hm – 1:14:14), ehe abschließend Melanie die Laufschuhe schnüren durfte (5 km – 35:31).

Melanie: Die Idee einen Aquathlon zu machen, fand ich super, nur nachdem ich gesehen habe, wann der stattfindet, war ich schon weniger begeistert (Freitag 18:00). Also überredete ich Angela zu einer Sprint-Staffel. Nachdem sich keiner Dritter für die Staffel finden lassen konnte, war auch die Einteilung schnell geklärt: Schwimmen und Laufen mache ich und Radfahren übernimmt Angi. Als Angela die Radstrecke gesehen hat, musste ich sie bis kurz vor dem Start überzeugen, dass sie das schaffen kann und wird ;) Am Freitag wurden dann die letzten organisatorischen Entscheidungen getroffen (Wer fährt, mit welchem Auto, wann fahren wir weg, wie lang dauert die Fahrt, was gibt’s zum Frühstück? :D). Wir hatten sogar unsere EIGENEN Groupies mit :) Meine Eltern hatten kurzfristig entschlossen, dass sie auch nach Obertrum fahren und uns anfeuern. In Obertrum angekommen, hatten wir noch genügend Zeit uns die Radstrecke etwas genauer anzusehen, die total super markiert war (sogar der Rollsplit wurde angemalt). Bei der Startunterlagen-Abholung waren alle etwas erstaunt, weil wir die Staffel nur zu zweit absolvieren wollten, aber wünschten uns trotzdem viel Glück und Spaß. Kurz vorm Start sind dann auch schon meine Eltern eingetroffen und wir gingen alle gemeinsam zum Start. Das Schwimmen war einfach nur genial. Überhaupt keine Probleme wegen Platzmangel (Bei nicht mal 50 Startern kein Wunder), was natürlich auch die Orientierung erleichtert hat. In der Wechselzone hat sich Angela dann den Chip geschnappt und ist auch schon auf und davon mit ihrem Rad. Ich hab dann meine Eltern gesucht, weil sie den Schlüssel für Angela’s Auto hatten, wo meine Laufsachen drinnen waren. Wir hatten zwar vorher Mitarbeiter und Wettkampfrichter gefragt, aber da konnte uns niemand genaueres sagen. Und erst bei der Wettkampfbesprechung wurde bekannt gegeben, wie der Wechsel bei den Staffelteilnehmern aussieht. Während Angi mit dem Rad unterwegs war, konnte ich mich umziehen und etwas ausrasten. In der Wechselzone suchte ich ein schattiges Plätzchen, um keinen Sonnenstich zu kassieren, und als ich Angi in die Wechselzone kommen sah, lief ich zu ihr und nahm ihr den Chip ab. Die Nachmittagshitze war beim Laufen unerträglich (bin definitiv kein Schönwetter-Läufer ;) ). Aber ich hab durchgehalten, im Zieleinlauf feuerten mich dann auch schon meine Eltern an und Angi kam mir gleich nach der Ziellinie entgegengelaufen. Es war einfach ein genialer Tag, mit kleinen Anfangszweifeln bei Angela und einen schönen Sonnenbrand auf den Schultern für mich :D

Angela: Einen Aquathlon in Trum zu bestreiten, das war mein eigentliches Ziel. Ich dachte so könnte ich mich nochmals auf einen Massenstart vorbereiten, damit es mir bei meinem nächsten Tri-Start etwas leichter fällt. Doch im Leben kommt es immer anders als man denkt. Meine Kollegin Melanie war anfangs zwar angetan von der Idee, aber wollte dann doch lieber die Sprint Staffel bestreiten. Ich willigte ein. Nachdem wir angemeldet waren begannen wir zu überlegen wer welchen Teil übernehmen sollte. Natürlich wollte Mel schwimmen. Somit war auch die restliche Reihenfolge geklärt. Ich durfte mich am Rad beweisen, und Melanie übernahm das Laufen. Nachdem ich mir die Strecke angesehen hatte, dachte ich mir „ich bin verrückt“, denn 450 Höhenmeter schienen mir unbezwingbar. Auch als wir dann vor Ort waren, und die Strecke mit dem Auto erkundeten, konnte ich das Gefühl nicht loswerden, dass die Idee in Trum zu starten eine riesen Dummheit war. Zu spät um nachzudenken. Was solls, wir sind als Team gekommen und ziehen das als Team auch durch! Gemeinsam gingen wir zum Schwimmstart, wo ich Melanie noch richtig angefeuert habe. Der Sprecher hat die Zuschauer motiviert und eine super Stimmung war die Folge. Einen Satz werde ich nicht vergessen: Er meinte, dass natürlich jeder seine Ziele hat und diese bestmöglich umsetzen möchte, aber wir sollten diesen Wettbewerb nicht „Ergebnis- sondern Erlebnis orientiert“ bestreiten. „Oh ja ein Erlebnis wird es auf jeden Fall“, dachte ich mir. Als Mel im Wasser unterwegs war, habe ich mich in der Wechselzone „startklar“ gemacht. Die Hitze mache mir schon jetzt zu schaffen, da die Mittagssonne stechend war. Melanie war natürlich eine der ersten, die aus dem Wasser zurück kamen. Und schon konnte ich starten. Unter Anfeuerungsrufen von Melanies Eltern – die uns bis nach Obertrum nachgereist sind, JA bis nach Obertrum - UNGLAUBLICH – lief ich aus der Wechselzone. Rauf aufs Rad und los. Nach der ersten Steigung war mir klar, unmöglich konnte ich zwei Runden fahren. Aber absteigen kam für mich auch nicht in Frage. Also treten treten treten… ich dachte die Sonne wird sich schon darum kümmern, dass ich irgendwann vom Rad falle. Aufgeben liegt mir nicht, darum habe ich mich zwei Runden bergauf gequält. Ich habe versucht die Schmerzen in meinen Beinen zu ignorieren und einfach weiter zu fahren. Nach der ersten Runde kamen wir an den Zuschauern im Ort vorbei. Die Stimmung war unglaublich, ich wurde angefeuert als wäre ich ein Rockstar. Als ich auch die zweite Runde beendet hatte ging es ab in die Wechselzone. Diesmal etwas vorsichtiger als Neufeld, um nicht wieder zu stürzen. Melanie schnappte sich den Chip und lief los. Ich rang nach Luft, und realisierte was da eben passiert war. Ich stand wieder in der Wechselzone. Daher musste ich das Rennen tatsächlich beendet haben. Also schnell zum Zieleinlauf, denn immerhin war Mel noch auf der Strecke und ich wollte sie gehörig im Ziel feiern. Natürlich waren auch ihre Eltern schon dort und gemeinsam feuerten wir Melanie an. An dieser Stelle nochmals ein riesen Danke an Dagmar und Reinhard – ihr seid spitzen Fans :-) Wenn wir unsere Platzierung außen vor lassen, muss ich sagen es war ein toller, lehrreicher Tag - Erlebnis- nicht Ergebnis orientiert.

20.07.2013 - Citycrosstriathlon Zwettl

Bernhard startete am 20. Juli beim selektiven Citycrosstriathlon in Zwettl. Die Strecke (0,9 – 30 – 9,8) bewältigte er in 3:58:11 (20:46 – 2:17:40 – 1:12:32) und klassierte sich damit auf dem 22. Gesamtrang.

Bernhard: Das “Sonnenbad Zwettl” im Waldviertel der Austragungsort des City X Triathlons 2013, bezeichnenderweise. Die Kamp mit ca. 17° - 18° Wassertemperatur (das auch ohne Neo badbar ist! – nicht für mich…) und die Hügel rundherum bieten ein abwechslungsreiches Veranstaltungsgelände. Angemeldet für den Elite-Bewerb (900 m / 30 km – ca. 1100 hm / 9,8 km – ca. 500 hm ) ging es um 13.30 los. Vorher aus Gedankenlosigkeit noch mal schnell den Neo verkehrt-herum angezogen… und los gings. Für meine Begriffe “eisig” – das Gesicht wollte absolut nicht warm werden und die ersten 600 m waren Kampf, danach kam ich für meine Begriffe ins Schwimmen, d.h. Atmung und Wasserlage wurden zunehmend besser. Raus aus dem Wasser - nur der Neo-Reißverschluß war ohne Hilfe nicht aufzubekommen. Die Wechselzone war mit Neo, Zuckermessen und den sonstigen Dingen eher ein Desaster – aber man ist ja lernfähig – zumindest fürs nächste Mal! Ab aufs MTB – das lief gut - mit der kleinen Anmerkung, dass ich im Hinterreifen zu wenig Luft hatte – sollte man halt kontrollieren – gebe es zu - habe ich vergessen! Aber nix passiert – war bei den steilen Passagen (25 – 30%) sicher hilfreich nur in den schnellen Abfahrten nachteilig… (musste einmal in die Botanik hinein  - aber nicht tragisch.) Einen Teil hab ich mir am Vortag bei der Besichtigung als dauerhafte Schiebestrecke eingeprägt, eine zusätzliche wars dann in der dritten Runde – das war mitten im Wald - ein Bergabstück mit einer scharfen Rechtskurve am tiefsten Punkt und sofort wieder bergauf  (>25%) über Moos und Flechten da war dann die Luft für die Balance auch raus – also gesamt gesehen genau das richtige Terrain für einen der hauptsächlich am Asphalt trainiert. Am Ende der dritten Runde hab ich dann versucht die Trittfrequenz zu erhöhen und “etwas” locker zu werden, für den Run. Wechselzone war kein Problem, außer dass der Blutzucker zu hoch war und korrigiert werden musste – danach hinter dem Zielgelände gleich eine Wand  mit ca. 25 hm und ein schmaler Pfad die Kamp entlang, am Ende durch Schilf und über einen Behelfssteg drüber. Einen Hügel mit 200 hm hinauf, wo ich meinen Mangel an Berglauferfahrung Tribut zollen musste… zurück zur Kamp wobei in der ersten Runde mit Orientierungsproblemen behaftet. Das Schuhwerk, für meine Asphaltambitionen perfekt entpuppte sich hier als haltlos… Am Ende ein Anstieg mit geschätzten 40 hm Richtung Zwettler Spital (!) und einen Waldweg mit Stiegen am Ende wieder hinunter. Wobei aufgrund des Insulinmangels nach der Bikesektion lief die zweite Runde wesentlich besser und ich hatte sogar noch Kraft ins Ziel zu sprinten…
Fazit: ein familiärer Wettkampf mit ca. 30 Teilnehmern im Hauptbewerb, selektiven Strecken, einsatzfreudige und bemühte Veranstalter, traumhaften Wetter und eine Menge gesammelter Erfahrungen. Besser geht nicht… naja wenn ich so überlege die Kamp könnte man vorwärmen…

30.06.2013 - Ironman Austria

Christian erlebte seinen Saisonhöhepunkt am 30.06. beim Ironman Austria in Klagenfurt und sah die Ziellinie nach 12:36:46 (1:08:01 – 6:12:09 – 5:06:26).

Christian: Eine Reise, die ich mir vielleicht etwas anders vorgestellt habe: Klares Ziel war eine Endzeit von 10:.... ! Der Rennmorgen: Aufgestanden mit viel guter Laune um 04.00 mit Stefan und Luci, ab zum Frühstück, wo ich ganz gut gegessen habe, dann ging es auf zur Wechselzone. Punkt 05.15 waren wir dort und Luci hat meine von ihr zusammengestellte Spezialernährung beim Schenker Bus abgegeben, ein Sackerl für das Radfahren und eines für das Laufen. Mein Rad noch hergerichtet und dann ging es ab zum Schwimmstart. Hui, war die Anspannung groß. Um 07.00 der Start durch einen Kanonenschuss, der mir nach 1000 m Schwimmen noch in den Ohren lag. Ich fühlte mich einfach super im Wasser und es hat nur Spass gemacht bis zum Lendkanal, der ja auch noch 1 km lang geht. Tausende Zuschauer links und rechts und ich war total motiviert, Schwimmen konnte man aber nicht, da ein Riesengetümmel war, es gab kein Vorbeikommen und wenn nur mit äußerster Gewalt. So geschah es, dass ich einen Tritt gegen die Nase bekommen habe und zu bluten begann. Auch egal, dann ab zum ersten Wechsel, hat perfekt funktioniert und ab auf das Rad und das mit so einer Freude, das kann sich keiner vorstellen. Ab ging es auf die ersten 90 km, bei denen es mir echt gut ging. Die Steigung in Faak am See war knackig, aber nichts gegen den Rupertiberg, meine Herren, das war hart und dann ging es bergab - was für eine Freude. Noch immer in der Zeit nach 90 Km, in der zweiten Runde wollte ich dann schneller sein. Bei KM 92 sollte mir mein Sackerl mit der Ernährung gereicht werden, das wurde es aber nicht, weil sie es nicht gefunden haben. So und jetzt begann der mentale Kampf. Voller Zorn und Wut im Bauch habe ich ordentlich Gas gegeben, für ganze 10 km und dann ging mir der Strom aus. Was das für Momente waren, kann ich nicht in Worte fassen. Wie auch immer, ich musste mit der Ernährung des Veranstalters auskommen, die ich aber nicht vertrage. Nur Orangen und Zitronengetränke, Pepsi-Cola aufgespritzt und Kirschgels. Schnell würde mir leider übel und die letzten 70 km inkl. Rupertiberg wurden zum Chaos. 6:12 Std. die Radzeit, weit von dem entfernt, was ich mir ausgerechnet hatte. Ab auf die Laufstrecke, da wusste ich ja, da kommt dann meine Ernährung wieder, dachte ich zumindest, aber auch dort haben sie meinen Sack nicht mehr gefunden. Der Traum war aber, dass ich 300 m Seite an Seite mit Andi Raelert laufen durfte - das werde ich nie vergessen und ist eine totale Motivation, auch für die Zukunft. Er bog ab in das Ziel und ich hatte noch 40 km. Das Laufen war eine Mischung aus Gehen und Laufen, geprägt von Schwindel, Schlechtsein und Erbrechen. Herrlich war die Stimmung an der Seite, meine Familie, meine Freunde die mich immer wieder aufmunterten. Die letzten 3 km waren dann wieder richtiges Laufen und so kam ich glücklich nach 12:36 ins Ziel, wobei der Zieleinlauf einfach nur phantastisch war, was für eine Stimmung und dann noch zu hören „YOU ARE AN IRONMAN“ war einfach nur geil. Glücklich durfte ich dann meine Familie und Freunde in den Arm nehmen. Ich habe meine Zielzeit bei weitem nicht geschafft, aber das macht mich für die Zukunft nur noch stärker. Aus Niederlagen lernt man und ich lerne gerne und werde das nächste Mal mit einer absoluten persönlichen Bestzeit einen Ironman finishen.

23.06.2013 - 8. Weinviertler 1/8 Man

Bernhard hieß unser Starter beim Weinviertler 1/8 Man (0,5 – 20 – 5) in Schönkirchen-Reyersdorf.  Erstmals in Vereinsoutfit am Start klassierte er sich in 1:17:12 (11:44 – 36:05 – 22:34) auf dem 172. Gesamt- und 28. Altersklassenrang.

Bernhard: Mit einem Wort: „hot“ - im wahrsten Sinne des Wortes! Begonnen hat es mit der Nennung, wo es für die Startreihenfolge notwendig war, eine Endzeit bekanntzugeben – keine Ahnung wie das dort ist, wie die Wechselzonen funktionieren (Blutzucker messen…) – blabla… Angabe meinerseits: 1:50 – ergab Nr. 415 von 450 Startern. Anreise und Timing waren super – Gag am Rande: Hab meinen Nummerngurt von Fuerteventura nicht gefunden – eine neuen genäht und diesen mit den dafür notwendigen Utensilien wieder weggepackt – Fazit: Nummer an einem Einziehgummi umgeschnallt … einfach „Ich“! Zur Challenge: Atmosphäre bei diesem Wetter ist großartig – besonders da ich erstmalig im L.I.L-Dress gestartet bin… Sprung ins 50m Becken – wo es mir für mein Gefühl recht gut geht - an der Zeit muss ich noch arbeiten, da ist noch einiges zu tun – der Einzelstart hilft aber sehr! In der Wechselzone danach Blutzucker messen – grenzwertig – ein größeres Problem ist, dass ich den Helm liegen lasse und nochmals zurück muss – kostet entsprechend Zeit. Auf der Bike-Strecke herrscht auf der ersten Hälfte ein irrer Gegenwind, wobei ich versuche ein höheres Tempo zu gehen, was sich in der Anzahl der Überholungen bemerkbar macht – ich werde zwar auch überholt, aber selten … der Straßenbelag könnte besser sein – ansonsten recht passabel! Zurück in der Wechselzone klappt diesmal alles problemlos – unterwegs zu viel gegessen > mit Folgen! Laufstrecke ist flach und auch hier auf dem Rückweg bzw. zum Ziel Gegenwind. Aufgrund der erreichten Zeit bin ich top zufrieden… 172er von 267 … – so kann es weitergehen!

15.06.2013 - 14. Int. Parndorfer Straßenlauf

Beim 14. Parndorfer Straßenlauf am 15. Juni war unser Vielstarter Ernst beim Hauptlauf über 10 Kilometer mit von der Partie. Für Ernst war es seit 18. Mai bereits sein 6. Wettkampf. In 48:29 klassierte er sich auf dem 67. Gesamt- und 10. Altersklassenrang. Auch seine Tochter Alina sowie Ernst Maurer waren im Einsatz, die beiden absolvierten den Kinderlauf über 1100 Meter. Alina in 6:12 (Gesamt 28., Altersklasse 10.), Ernst in 5:27 (Gesamt 20., Altersklasse 4.).

Ernst: Nach Ernst Maurer, der in der Klasse M U8 und meiner Alina, die in der Klasse W U10 am Start stand, bin ich selbst im Hauptlauf über 10 Kilometer angetreten. Da dies in den letzten fünf Wochen bereits mein sechster Wettkampf war, nahm ich mir in erster Linie „durchkommen“ vor. Der Lauf selbst war schön, aber ich merkte, dass mein Akku schon leer war. Mit der Zeit von 48:29 bin ich sehr zufrieden. Der Parndorfer Straßenlauf ist eine sehr schöne Veranstaltung, die ich sicherlich wieder besuchen werde.

08./09.06.2013 - 26. Triathlon Neufeld

Es vergeht fast kein Bewerb mehr, bei dem es nicht eine neue persönliche Bestzeit oder gar eine erstmalig absolvierte Distanz eines unserer Mitglieder zu vermelden gibt. Auch in Neufeld war dies so! Bei der Sprintdistanz am Samstag feierten Melanie und Angela ihr Triathlon-Debüt, auch Markus, Christian und Ernst standen an der Startlinie. Melanie finishte in 1:38:10 (13:08 – 43:22 – 36:55) und Angela in 1:48:55 (17:12 – 47:37 – 38:56). Markus pulverisierte seine persönliche Bestzeit auf 1:11:19 (13:36 – 33:02 – 21:15), Christian sah die Ziellinie ebenfalls in persönlicher Bestzeit nach 1:17:54 (12:33 – 35:41 – 26:29) und Ernst freute sich über seine 1:21:25 (15:29 – 35:48 – 26:07). Die olympische Distanz am Sonntag absolvierten Christian und Ernst (im Zuge der „King of Neufeld“ Wertung) und Stefan. Christians Endzeit betrug 2:47:05 (27:54 – 1:12:39 – 1:03:01), Ernst bewältigte die Strecke in 2:43:50 (30:19 – 1:14:43 – 54:39) und Stefan in 2:26:47 (29:07 – 1:04:04 – 49:49).

Melanie: Endlich, mein erster Triathlon steht an! Freitag: Den ganzen Vortag hatte ich schon alle notwendigen Sachen zusammengepackt und teilweise im Auto verstaut (unglaublich, wie viel in ein kleines Auto passt :) ). Am frühen Abend holten Angi und ich unsere Startunterlagen ab und fuhren noch die Rad- bzw. Laufstrecke mit dem Auto ab, schauten sich die Wechselzone an und testeten die Wassertemperatur vom See. Danach ging es wieder heimwärts und ab ins Bett. Samstag: In der Früh und im Laufe des Tages war von Nervosität noch keine Spur, obwohl es in ein paar Stunden soweit ist. Nach dem Mittagessen fuhr ich auch schon zu Angi, da wir gemeinsam anreisten. Sie suchte noch die letzten Sachen zusammen, während ich mit Leni (ihrem Hund) im Garten spielte. Nachdem alles in den Autos verstaut war, wurden noch Zöpfchen geflochten, damit die Haare nicht ins Gesicht hängen. In Neufeld angekommen, wurden die Räder wieder zusammengebaut und die Vereinstrikots angezogen. Vollbepackt mit der „Wechselzonenbox“ und Rad gings dann Richtung Check-In. Auf dem Weg dorthin sind uns bereits weitere L.i.L’s über den Weg gelaufen. In der Wechselzone wurde dann alles hergerichtet, bei den anderen ein paar Sachen angeschaut und zum Schluss von Christian kontrolliert. Nächste Station war dann die Wettkampfbesprechung mit anschließendem Einschwimmen. Kurz vorm Start wurde ich langsam nervös. Aber da blieb mir nicht lange Zeit darüber nachzudenken, da auch schon der Startschuss fiel. Bis zur ersten Boje war es sehr anstrengend zu schwimmen, da ich von anderen Startern umzingelt war und durch das Spritzen viel Wasser geschluckt habe, auch die Orientierung war etwas schwierig. Bis zur zweiten Boje hatte sich alles schön verteilt und das Schwimmen fiel dann auch leichter. Auch beim Radfahren hatte ich ein tolles Gefühl (abgesehen davon, dass ich ständig überholt wurde), nur den letzten Anstieg habe ich verflucht bzw. verfluche ich noch immer :). Gleich nach dem Wechsel zum Laufen machte sich Seitenstechen bemerkbar und ich musste deshalb das Tempo verringern und es dauerte knapp über einen Kilometer, bis es wieder weg war. Im Ziel angekommen, war ich richtig erleichtert es geschafft zu haben und war auch mit der Zeit, ausgenommen Laufen, sehr zufrieden. Meine Eltern, die mich und auch Angi während des gesamten Rennens angefeuert haben, standen im Zielbereich und gratulierten mir. Kurz nach meinem Zieleinlauf kam auch Angi schon ins Ziel und ich lief ihr entgegen und umarmte sie. Während die anderen Vereinskollegen bereits früher fuhren, haben wir noch etwas gegessen und sind erst später gefahren. Auch am Sonntag waren Angi und ich dabei, aber diesmal nur als Groupies :)

Angela: Den ganzen Winter habe ich trainiert. Dein mein Ziel war es Triathletin zu werden. Endlich war es soweit und mein erster Triathlon stand vor der Türe. Ich hatte die Möglichkeit in Neufeld zu zeigen, wie weit mich mein Training der letzten Monate gebracht hat. Dieser Bewerb war etwas Besonderes für mich. Nicht nur das es der erste war, sondern auch die Tatsache, dass ich schon im Winter das erste Mal dort war um meine Vorfreude zu wecken, machte diesen Tag für mich unvergesslich. Um mich perfekt vorzubereiten, fuhr ich ein paar Tage vorher nach Neufeld. Gemeinsam mit einem Freund bin ich die Strecke abgefahren und habe versucht mir diese einzuprägen. Natürlich wollte ich auf Nummer sicher gehen, und mein Wissen auch mit Melanie teilen. Also machten wir uns am Freitag nochmals am Weg nach Neufeld. Dort trafen wir Luci, die uns noch ein paar Tipps mit auf den Weg gab, und mir Mut machte. Nachdem wir das Wasser und die Strecke „gecheckt“ hatten ging es nach Hause. Am nächsten Tag traf ich mich schon vorab mit Melanie, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Unglaublich was man alles braucht. Nachdem wir beide Autos beladen hatten ging es ab zum Bewerb. Dann wurde es ernst, nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren und die Wettkampfbesprechung zu Ende war ging es zum Start. Mein Ziel „durchkommen“ konnte ich erreichen. Mit meiner Schwimmleistung war ich weitgehend zufrieden. Anfangs waren total viele Starter rund um mich, und ich versuchte das Tempo der Gruppe zu halten. Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich meinen Rhythmus finden. Beim Radfahren hatte ich leider Probleme, die mir Zeit und Kraft gekostet haben. Das Laufen war ok. Die ersten Meter wurde ich durch meinen Teamkollegen Stefan begleitet, der mich motivierte und mir half mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Obwohl wir alle „Einzelkämpfer“ sind wir füreinander da, dafür bin ich sehr dankbar. Es war ein toller Tag gemeinsam mit meinen Kollegen von L.i.L Tri Club Ost. Nicht nur sie, auch viele liebe Freunde haben Melanie und mich begleitet und uns die ganze Zeit großartig unterstützt. Danke, ihr seid spitze.

Markus: Als erstes Danke an meinen geliebten Bruder, ohne ihn wäre ich nicht in Neufeld gestartet - dickes Bussal! Von Freitag auf Samstag habe ich sehr gut geschlafen, waren mit Freunden Frühstücken und anschließend Einkaufen. Gegen 14:00 Uhr dann die Anreise, bis zum Start keine Nervosität. Bei der Rennbesprechung wurde ich dann immer ruhiger keine Spur von der sonst üblichen Euphorie. Ich wusste nicht recht, ob das gut ist so rein gar kein Wettkampfgefühl zu entwickeln. Ungewöhnlich aber scheinbar ein gutes Vorzeichen, als wir starteten bin mit einer Gruppe von Anfang an mit geschwommen. Habe mir gar keine Gedanken über das Tempo gemacht, sondern bin bis zum Schluss mein Rennen geschwommen. Mit 13:36 bin ich mehr als zufrieden. Als mir Stefan und Luci dann zugerufen haben: Nur 1 Minute hinter Christian! wusste ich heute geht was. Der Wechsel zum Rad war gut - hätte etwas besser sein können. Auf der Radstrecke habe ich schnell bemerkt, dass ich gut unterwegs bin und beim ersten Bergabstück hab ich dann voll laufen lassen. Mit knapp 60km/h - bin ich mit 2-3 Kontrahenten im Abstand, aber doch in Sichtweite geflogen. Dann die angekündigte enge Kurve beim Kreisverkehr, kurz angebremst und mit vollem Schwung auf die Gerade Richtung zurück nach Neufeld. Nach ein paar hundert Meter taucht dann eine L.i.L Dress vor mir auf. Ich wusste ich war schnell, aber so schnell um Christian einzuholen?! Ab in die Aeroposition und ein paar Augenblicke später war ich gewiss und Christian neben mir. Er hat nur laut gerufen – spinnst, was machst du da?! Nach dem ich kurz vorbei war hat er angetreten und ist wieder an mir vorbei. Super Gefühl auf Augenhöhe Richtung Ziel. Bei der Einfahrt in die Wechselzone dann die Menge - Jubel, Energie pur, einfach nur geil! Perfekter Wechsel in die Laufschuhe und ab auf die Laufstrecke - mit der Gewissheit das Laufen meine Stärke ist - das wird mein Rennen. Stefan und Luci haben mich voll angefeuert, das gibt extra Energie. Stefan läuft ein paar Meter mit, ich kann zwar nicht mit ihm sprechen, genieße die paar gemeinsamen Meter aber sehr. Nach 500 Meter merke ich das Tempo ist zu hoch, nicht für die Beine, aber für die Lunge. Runter vom Gas und mit einem Schnitt von gefühlten 4:15 fühlt es sich dann gut an. Rhythmus gefunden und ab dann nur noch Überholen. Im Ziel - kurz ausgepowert, glücklich und erstaunlich schnell wieder bei Atem. Mit  1:11:19 eine persönliche Bestzeit - ja!

Christian: Sprintdistanz: Genial war es wieder einmal mit so vielen L.i.L ´s an den Start zu gehen, vor allem die zwei Rookies Melanie und Angi. Gratulation an beide, ich bin sehr stolz auf euch! Zu meinem Wettkampf: Das erste Bruderduell stand auf dem Programm. Mein Bruder Markus war ja schon die letzten 3 Wochen nicht mehr zu bändigen und hat auf diesen Wettkampf richtig gebrannt. Mir war klar, dass ich nur dagegen halten kann, wenn ich im Schwimmen und am Rad schon ordentlich Zeit heraushole. Nach einer guten Schwimmleistung bin ich mit einem sauberen Wechsel (bis aufs Vergessen der Startnummer) super auf das Rad gekommen und habe auch gleich ein ordentliches Tempo aufgenommen. Aber mein Bruder kam dann bei Kilometer 14 und hat mich schon geholt. Dieser Sack war nur eine Minute langsamer beim Schwimmen als ich, keine Ahnung wie das ging. Ich habe dann beschlossen meinen Wettkampf zu bestreiten. Ich bin nach eine soliden Leistung runter vom Rad und kam zum laufen, die ersten 500 m dachte ich: PFAU, da geht was, aber dann kamen auf einmal dicke Waden wie aus Beton, die zum Glück nach 2 Kilometern wieder aufgingen. Anschließend war das Laufen eine reine Freude. Letztendlich meine schnellste Sprint-Zeit und ich darf zufrieden sein! Olympische Distanz: Nach einer kurzen Nacht ging es mit Ernst und Stevo schon wieder um 06:00 von Stixneusiedl nach Neufeld. Wieder ein herrlicher Tag, die Motivation passte. Um 09:15 war Start und wieder war das Schwimmen gut von mir, so dass ich wirklich zufrieden war, dann ab auf das Rad. Im Gegensatz zu Samstag war ein ordentlicher Wind aufgekommen. In Anbetracht dessen bin ich mit meiner Radzeit zufrieden und freute mich auf das Laufen. Wiederum waren die ersten 500 m ein Traum und dann kamen wieder diese dicken Waden, nur diesmal lösten sie sich nicht mehr auf. Ich dachte nur, das kann doch nicht sein. Ich hatte beim Wechsel zum Laufen auf Susi Brunner 9 Min. Vorsprung und auf Ernst 8 Min. Schon in der ersten Runde holte mich Susi ein und ich dachte nur, das darf doch nicht wahr sein. In der zweiten Runde kam auch Ernst. Ihm ging es an seinen Laufstil zu sehen an diesem Tag wirklich gut, aber bei mir taten die Waden und hintere Oberschenkelmuskulatur nur weh. Ich bin schließlich mit einer katastrophalen Zeit in das Ziel gekommen, aber dennoch glücklich. Es war mental ganz wichtig, diesen Wettkampf unter diesen Schmerzen zu beenden. Letztendlich ein super Wochenende mit vielen Clubfreunden und Bekannten. Eine Traum-Veranstaltung, die der Robert Pscheidl von P3-Shop hingelegt hat!

Ernst: Am Wochenende von 8. und 9.6. war es mal wieder soweit - eine der schönsten Triathlonveranstaltungen am Neufelderseee stand an. Vorweg ein dreifaches Hoch an Robert Pscheidl und Peter Biegert, die ein super Event auf die Beine gestellt haben. Am Samstag startete ich bei der Sprintdistanz um 17.00, leider sehr spät wie ich finde. Egal, nach dem Start bekomme ich Wasser in die Schwimmbrille, will es rauslassen, bekomme aber links und recht eine rein. Ich schlucke Wasser, dann kommt noch Atembeklemmung dazu. Ich komme einfach nicht in den Rhythmus, denke schon nach 200 m aufs Aufhören, aber kämpfe mich weiter. Schwimmen kann man das nicht nennen. Ich reiße am Anzug, damit kaltes Wasser reinläuft, aber es wird immer schlimmer, ich denke schon die Hand zu heben, damit man mich herausholt. Die Beklemmung ist unbeschreiblich. Ich kämpfe mich bis zur ersten Boje, denke aufzugeben oder was soll ich machen? Ich lege mich kurz ruhig aufs Wasser, beginne langsam mit Armzügen und komme endlich in einen Schwimmrhythmus. Nach einer Schwimmzeit von 15:29 der Ausstieg, dann aufs Rad. Mir gehts wieder voll super, der Radsplit ist super. Dann das Laufen - ich habe mir vorgenommen dieses Wochenende alles zu geben, also laufe ich auch, was die Beine hergeben. Zieleinlauf nach 1:21:25,5 Bestzeit für mich trotz des verhauten Schwimmsplits. Sonntag früh nun der Start zur olympischen Distanz, da ich ja für den King auf Neufeld gemeldet bin. Ich habe ein etwas mulmiges Gefühl nach dem gestrigen Schwimmen und hoffe, dass alles gutgeht. Nach dem Einschwimmen denk ich mir, nur die Brille nicht mehr runternehmen! Nach dem Startschuss rein und ich habe sofort meinen Rhythmus, etwas zurückhaltender, aber ich schwimme super dahin. Neben mir die Alex Artner, die wie ein Putzerfisch an meiner Seite klebt :-) Die erste Runde fertig, raus aus dem Wasser, 20 m laufen und rein ins Wasser. Auch in der zweiten Runde läuft alles perfekt und neben mir ...... die Alex! Nach 30:19 aus aus dem Wasser, rein in die Wechselzone und auf die Radstrecke. Es läuft einfach rund und perfekt - genauso der Laufsplit. Mir gehts sehr gut, am Schluss noch der wohl schnellste Zielsprint, den ich je gemacht habe. Mit einer Zeit von 2:43:50 bin ich im Ziel und auch da persönliche Bestzeit! Dass ich mich darüber mehr als freue brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ein super schönes Sportwochenende am Neufeldersee! Nächstes Jahr sind wir wieder am Start, ich freue mich heute schon darauf. Diese Veranstaltung kann ich nur weiterempfehlen!

Stefan: Die olympische Distanz in Neufeld war sportlich gesehen bis jetzt meine größte Enttäuschung, gleichzeitig habe ich so viel wie noch nie gelernt. Doch der Reihe nach: Mein Neufeld-Wochenende begann schon am Freitag, als ich beim Aufbau der Wechselzone half. Die Arbeit machte Spaß, auch wenn sie mir einen ordentlichen Muskelkater bescherte. Am Samstag durfte ich unsere Starter bei der Sprintdistanz begleiten und anfeuern :-) Sonntags stand dann mein Start an, nach der Schwimmabsage in St. Pölten also mein erster „echter“ Triathlon der Saison! Beim Schwimmen folgte in Runde 1 die üblichen Keilereien, Runde 2 ging dann recht reibungsfrei. Die 29:07 sind halbwegs ok. Das Radfahren lief super, die beiden Runden auch ziemlich konstant. 1:04:04 war nicht meine schnellste Zeit für 40 km, dennoch bin ich sehr zufrieden damit. In den Laufschuhen stellten sich sofort Atemprobleme und Seitenstechen ein. Ich konnte nicht ansatzweise so schnell laufen, wie es von den Beinen her möglich gewesen wäre. Es war ein einziger, 10 km langer Kampf, bei dem schließlich 49:49 herauskam, was für mich jenseits einer akzeptablen Zeit ist. Im Nachhinein betrachtet war wohl der noch vorhandene Muskelkater der limitierende Faktor. Wie schon geschrieben, ich habe sehr viel dazugelernt, vor allem was Wettkampfplanung und -vorbereitung betrifft! Jetzt freue ich mich auf eine Wettkampfpause bis zum Mostiman am 21.7.

Fotos gibt es in unserer Galerie

08./09.06.2013 - Ötscher Ultramarathon

Patrick:
Tag 1: 50 Kilometer, 1850 Höhenmeter
Wie bereits 2012 stand ich voll motiviert an der Startlinie ... diese Jahr hatte ich den Vorteil, ein wenig über die Strecke Bescheid zu wissen - ist mir eigentlich immer ziemlich egal, doch irgendwie ist es schon vorteilhaft ;-) Pünktlich um 09:00 der Start – die Elite läuft natürlich gleich mal voll los … ich versuche anfangs ein wenig kontrolliert zu laufen – naja, wie immer fällt es mir schwer und ich drücke an :-) der erste Teil der Strecke ist echt gefährlich, denn es geht nach kurzen bergauf Stücken immer wieder ziemlich angenehm bergab und auf Forststraßen lässt sich schon auch mal ein ziemlich gutes Tempo laufen. Ich treffe auf 2 Läufer und hänge mich dran … irgendwann nach ~10 km bemerke ich glücklicherweise das hohe Tempo und verabschiede mich von den beiden – gute Taktik, denn ich bin mit dem 4. Platzierten mitgelaufen und das hätte ich sicherlich teuer bezahlt … ich laufe trotzdem ein hohes Tempo weiter – bei Km 30 kommt Andrea dazu – Sie ist über meine schnelle Ankunft verwundert :-) Naja, ich wollte Sie nicht so lange warten lassen ;-) wir laufen gemeinsam weiter – die berüchtigten Ötschergräben … wie schon das Jahr zuvor fällt mir dieser Teil der Strecke schwer – endlos lange und immer wieder anspruchsvoll rauf und runter … nach den Gräben geht es ordentlich aufwärts und im Wald schließt Andrea wieder auf. Wir laufen zusammen – gut so, denn Andrea hat meinen mentalen Hammer sofort bemerkt und mir keine Möglichkeit gegeben, irgendeine Ausrede zu finden um stehen bleiben zu dürfen … noch einmal 300 Hm im Wald aufwärts – wow, meine Kräfte lassen etwas nach, doch Andrea zieht mich mit :-) geschafft – vor uns die letzte Verpflegungsstation – jetzt geht’s bergab – nur noch wenige km zu laufen … nach einem kurzen Wadenkrampf leg ich nochmal richtig los und drücke an, das die Beine glühen – Bergab hatte ich extra trainiert :-) es läuft gut und ich sehe das Ziel … herrlich - kaum im Ziel sehe ich auch schon Andrea die steile Wiesenpiste hinunter fliegen … glücklich fallen wir uns in die Arme … Platz 3 in der Mix-Teamwertung :-) in der Ultra-Wertung reihe ich mich erstmals auf Platz 21 ein … jetzt so gut es geht regenerieren, denn morgen geht es weiter :-)
Tag 2: 20 Kilometer, 1250 Höhenmeter
… ein wunderschöner Morgen und ich fühle mich so einigermaßen fit … naja, die 50 km vom Samstag sind natürlich spürbar ;-) Der Start ist um 10:00 – eine wirklich angenehme Zeit, denn in Ruhe frühstücken zu können und dann noch ausreichend Zeit zu haben ist schon fein – vor allem weil unsere Unterkunft gerade mal einen Spaziergang vom Start entfernt ist :-) Bei der heutigen Etappe ist Vorsicht geboten, denn es starten nicht nur Ultraläufer, sondern auch Läufer, die nur den heutigen Berglauf über den Gipfel laufen und somit noch frische Beine haben … Start – die ersten km gehen asphaltiert leicht bergauf – es geht wieder ziemlich schnell zur Sache :-) nach knapp 7 km beginnt das gefürchtete endlose Waldstück (Bärenlacke), wo es durchgehend bergauf geht und man direkt zum Rauhen Kamm kommt, wo auch geklettert werden muss :-) das Waldstück habe ich geschafft und es haben mich auch nur wenige Läufer überholt … wobei die meisten Tagesläufer waren – erkennbar an der Startnummer ;-) der Rauhe Kamm ist das traumhafte Herzstück der Etappe – am Grat entlang und es muss geklettert werden – genau meines :-) Vorbei am Gipfelkreuz geht es gefährlich, felsig bergab – volle Konzentration, denn ein kleiner Fehler bedeutet nicht nur das Ende des Rennens, sondern vermutlich auch eine Verletzung … die letzte Trinkstation – ich höre die Rufe von Freunden, die extra mit ihren beiden süßen Töchtern gekommen sind, mit dem Sessellift rauf gefahren sind um mich ordentlich anfeuern zu können :-) die letzte Energie, die ich noch gebraucht habe, denn jetzt sind es nur noch 4 km bergab – die schnellste Dame läuft bei einem extrem steilen Schotterhang an mir vorbei – unfassbar wie schnell die Ungarin (Siegerin in der Ultra-Wertung) bergab laufen kann … ich hänge mich an – fast unmöglich … Sie fliegt die letzten km fast ins Ziel :-) Yes … ich sehe das Ziel – nur noch die steile Wiesenpiste hinunter … überglücklich im Ziel angekommen empfängt mich auch schon Andrea mit einer herzlichen Umarmung :-) Das Ergebnis: Platz 14 in der Ultra-Wertung gesamt … mit einer Zeit von 7 Std. 16 Min.

01.06.2013 - 14. Brucker Citylauf

Beim 14. Brucker Citylauf am 1. Juni war unser Verein wieder stark vertreten. Stefan, Ernst und Bernhard nahmen sich den Hauptlauf über 10 Kilometer vor. Stefan (Gesamtrang 18, Klassenrang 8) überquerte nach 39:40 die Ziellinie, Ernst (Gesamtrang 80, Klassenrang 9) und Bernhard (Gesamtrang 81, Klassenrang 32) lieferten sich ein spannendes Duell, das beiden eine Zeit von 49:01 einbrachte. Auch eine ganze Riege an Kindern stellte sich den diversen Nachwuchsbewerben – mehr dazu beim Kommentar von Ernst.

Ernst: Bei einem super Laufwetter (man sollte es nicht glauben, aber es war so am 01.06.2013) - Sonne, kein Regen und angenehme Temperatur - stellte ich mich eine Woche nach dem Ironman 70.3  St. Pölten wieder hinter die Startlinie. Ich wollte einfach in Bruck laufen. Schon alleine wegen unserer Kinder aus dem Laufverein, damit sie auch mal ihren Trainer laufen sehen und wegen meiner Tochter, um ihr ein Vorbild zu sein. Mit großem Stolz kann ich berichten, dass insgesamt 10 Kinder aus unserem Laufverein am Start waren. Es macht Freude sie zu trainieren und noch mehr sie mit Startnummern und voller Motivation am Start zu sehen. Da weiß ich, dass wir mit dem Kindertraining am richtigen Weg sind - den Kindern Spaß am Sport zu vermitteln. Am Start waren:
Kinderlauf U8, 900 m:
Ernst Maurer 04:15 (Gesamtrang 7, Klassenrang 6)
Sandra Trapl 04:47 (Gesamtrang 22, Klassenrang 10)
Kinderlauf U10, 900 m:
Silke Rongits 04:09 (Gesamtrang 34, Klassenrang 9)
Kerstin Rongits 04:10 (Gesamtrang 35, Klassenrang 10)
Alina Vegericht 04:18 (Gesamtrang 47, Klassenrang 15)
Nina Haidl 04:35 (Gesamtrang 76, Klassenrang 35)
Jennifer Schmiry 04:37 (Gesamtrang 80, Klassenrang 39)
Alina Wunder 05:17 (Gesamtrang 116, Klassenrang 61)
Kinderlauf U12, U14, 900 m:
Sarah Haidl 03:57 (Gesamtrang 54, Klassenrang 12)
Julia Schmidt 04:13 (Gesamtrang 68, Klassenrang 19)
Alle unsere Kids haben mit tollen Zeiten gefinished und alle hatten ein Lachen, als sie über die Ziellinie liefen und ihre Medaille bekamen. Super super super, Christian und ich sind so stolz auf euch!

Zu meinem Lauf: Mit mir starteten ja auch Stefan und Bernhard. Stefan sowieso eine Klasse für sich, war nach dem Startschuss schon nicht mehr zu sehen. Nach Km 2 lief plötzlich Bernhard neben mir, dann schon 10 m vor mir. Ich schloss auf, dann lief ich wieder etwas vor ihm. Nach der ersten Runde war Bernhard wieder 5 m vor mir. Mir ging es recht gut, keine Schmerzen, nur etwas Müdigkeit noch von St. Pölten. In der zweiten Runde dann der Laufrhythmus schlechthin! Mir ging es immer besser - und der Bernhard….wir liefen nun nebeneinander, Schulter an Schulter, einfach ein super Gefühl. Wir sprachen kein Wort, aber da brauchst du auch keine Worte, wenn man so nebeneinander läuft. Da schwebt irgendeine Kraft in der Luft, die gegenseitig aufbaut. Die letzten 500 m vor dem Ziel drückten wir beide aufs Tempo, dass es ein Traum war. Wir lieferten uns einen Zielsprint „volle Kanne“ und liefen nebeneinander über die Ziellinie - es war einfach sensationell. Mit der Laufzeit von 49:01 bin ich zufrieden. Es war nicht meine schnellste 10 km Zeit, aber ich habe ja genug gemacht in den letzten Wochen. Ach ja, Bernhards Zeit natürlich auch 49:01. Danke Bernhard für diesen Lauf! Danke auch an Christian, der uns immer wieder angefeuert hat und diesen „Duolauf“ miterlebte.

Bernhard: Beginnen möchte ich mit mehreren Kniefällen vor allen Anwesenden vom L.i.L Tri Club Ost. Beginnen muss ich mit Angi, die uns und besonders mich - wie schon in Fuerteventura - großartig unterstützt hat. Weiter geht es mit Christian, der für alle Anwesenden einen tollen Job erledigt hat. Dann Stefan bzw. Ernst, die mich bewundernswert unterstützt haben. Dank auch an alle anderen vor Ort, die zu L.i.L zu zählen sind und für mich im Hintergrund geblieben sind – da verdienen die Kids ein besonderes Lob zu ihren Leistungen - toll gemacht! Für mich persönlich war es das erste Mal an so einer Challenge teilzunehmen und das mit Zielen. die ich - fast - erreicht habe, zumindest was die gelaufene Zeit betrifft – alles andere war phantastisch. Es ist ein weiterer Teil im Puzzle meines Stoffwechsels (Diabetes), der mir in Zukunft helfen wird. Der Start war problemlos – das Mittagessen zeigte keine Folgewirkungen und verhielt sich wie geplant. Nach dem Start verlor ich den Stefan schnell aus dem Gesichtsfeld und der Ernst schien auch zu enteilen – aber nachdem ich (m)einen Rhythmus gefunden hatte waren wir, Ernst und ich, immer gleich auf. Eigentlich genial – wir hatten vorher ja keine Informationen voneinander was Form oder Taktik betrifft, aber abgelaufen ist alle wie nach Regieanweisung: Einmal der, der die Pace macht, dann der andere, pushen und am Ende ein genialer gemeinsamer Abschluss. Persönlich fällt mir noch der Christian auf der Zielgeraden ein „ Du sollst nicht mit mir reden, lauf …“.  Die fast identen Rundenzeiten bestätigen die Planung. Während des Rennens hatte ich nur das Problem, dass ich immer in meinen ursprünglichen Laufstil verfallen bin, was zusätzlich Kraft gekostet hat. Auch die Befürchtung aufgrund des Stoffwechsels Probleme zu bekommen (Hungerast) stellte sich im Nachhinein als Fehleinschätzung heraus – der erhöhte Blutzuckerwert nach dem Zieleinlauf war verkraftbar. Fazit für mich: das Ergebnis zeigt mir, dass ich in den letzten Monaten auf eine guten Weg bin und die nächsten Herausforderungen kommen können – und ich eine großartige Integrierung, bei ersten Mal mit L.i.L gemeinsam, erfahren habe – DANKE L.i.L!

Stefan: Der Citylauf ist für mich als Brucker natürlich ein ganz besonderer Lauf. Ich hab seit 2005 mit Ausnahme von 2012 (die Hochzeit meiner Schwester war aber ein erfreulicher Absagegrund :-)) jedes Jahr teilgenommen und werde wohl auch zukünftig sofern möglich immer teilnehmen. 2010 lernte ich Christian kennen und es begann ein tolle Zeit beim Verein. Für heuer hatte ich mir eine Zeit unter 39 Minuten vorgenommen. Der letzte Bewerb in St. Pölten war erst sechs Tage her, aber das wollte ich meine Zielsetzung nicht beeinflussen lassen. Nach dem Start lief ich gleich wie immer am absoluten Anschlag. Bei Halbzeit ahnte ich schon, dass sich die 38er Zeit wohl nicht ausgehen wird. Trotzdem gab ich alles und wurde abschnittsweise perfekt von Christian unterstützt. Danke! Mit der Endzeit von 39:40 bin ich in Anbetracht der Zielsetzung nicht zufrieden. Stolz bin ich dennoch und zwar auf meine kämpferische Leistung. Und als kleine Entschädigung war es immerhin eine neue persönliche 10 km Bestzeit.

26.05.2013 - Ironman 70.3 St. Pölten

Ironman 70.3 St. Pölten 2013 – gleich sieben Athleten unseres Vereins wollten sich dieser Herausforderung stellen. Erstmals hatten wir auch eine Staffel am Start – diese bestand aus Meli (Schwimmen), Luci (Radfahren) und Markus (Laufen). Die Einzelwertung nahmen sich Stefan, Christian, Berni und Ernst vor. Hervorzuheben sind vor allem zwei Tatsachen: Luci startete erstmals nach ihrem Unfall wieder bei einem Wettbewerb und Berni feierte seine Premiere auf der Halbdistanz! Am Vortag des Rennens erfuhren wir von der Schwimmabsage. Natürlich besonders unglücklich für Meli, die somit nicht zum Zug kam. Im Folgenden die Ergebnisse unserer Mitglieder:
Luci: 3:04:19, Rang 10 (Radfahren Staffel Mixed)
Markus: 1:24:49, Rang 1 (Laufen Staffel Mixed)
Stefan: 4:20:00 (2:44:05 – 1:32:54), Rang 317 (Männer Gesamt) bzw. 63 (Altersklasse)
Christian: 5:13:53 (3:12:48 – 1:55:48), Rang 1156 (Männer Gesamt) bzw. 231 (Altersklasse)
Berni: 5:17:46 (3:02:30 – 2:09:06), Rang 1202 (Männer Gesamt) bzw. 199 (Altersklasse)
Ernst: 5:31:15 (3:20:01 – 2:04:59), Rang 1289 (Männer Gesamt) bzw. 103 (Altersklasse)

Meli: Während alle bereits am Freitag anreisten, kam ich erst am Samstag im Laufe des Vormittags an. Nach einem schnellen Mittagessen mussten wir auch schon los zur Wettkampfbesprechung. Dort wurde verkündet, dass aufgrund des schlechten Wetters der Schwimmpart nicht stattfindet. Zuerst war großes Entsetzen zu vernehmen, doch nach der Begründung des Veranstalters folgte Applaus. Da ich ein Teil einer Staffel war und schwimmen durfte, war ich etwas enttäuscht, da aus meinem „Mittendrin statt nur dabei!“ leider nichts wurde. Aber gemeinsam mit Meike unterstützten wir unser Team mit einer provisorischen Vereinsfahne sowohl an der Rad- als auch Laufstrecke. Nachdem ich ja trotzdem offiziell Athlet war, konnte ich bis zum Zieleinlauf hinein, um dort von jedem Vereinsmitglied ein Zielfoto zu machen. Besonders beeindruckt haben mich die Teilnehmer, die trotz eines Handicaps bei diesem Wettkampf teilgenommen haben, und dass sogar Zuschauer bei einer Reifenpanne halfen, damit der Athlet das Rennen fortsetzen konnte. Nachdem alle im Ziel waren und sich langsam erholt hatten, war auch schon die Rede von der Heimreise. Nur keiner hatte mit einem Platz unter den ersten 3 gerechnet. Luci und Markus haben bei der Mixed Staffel den 2. Platz erreicht! Nach der Siegerehrung gings dann doch endgültig heimwärts.

Luci: Mein erstes Rennen nach der langen Verletzungspause... Schon im Vorfeld hab ich lang hin- und herüberlegt ob es eine gute Idee ist zu starten und ob ich überhaupt schon so weit bin. Nachdem aber das Fahren mit dem Zeitfahrrad kein Problem mehr darstellte, meine Kondition von Ausfahrt zu Ausfahrt besser wurde, die Trainingsausfahrten übers Leithagebirge immer mehr Spaß machten und ich den St. Pölten Rucksack nach dem letzten Jahr unbedingt wieder haben wollte ;)), dachte ich kurz vor Ende der Anmeldefrist - warum nicht? ;)) und hab dann den Markus wieder dafür gewinnen können. Das Rennwochenende begann schon relativ früh, wir fuhren gemütlich nach St. Pölten, holten die Startnummern ab und bezogen unser Quartier. Es war wie im letzten Jahr eine schöne Zeit vor dem Rennen, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielte. So wurde am Samstag bekannt gegeben, dass das Schwimmen nicht stattfinden würde - aus gesundheitlichen Gründen die beste Entscheidung, jedoch für Meli, die in unserer Staffel geschwommen wäre, sehr schade. Der Renntag startete dann wie immer sehr zeitig am Morgen und es schien doch nicht so kalt und regnerisch zu werden wie angesagt. Ich war irre nervös und wollte - das kannte ich eh schon vor den vielen Rennen davor - gar nicht an den Start gehen... Doch als wir dann vor Ort waren und es schön langsam ernst wurde, schlug auch diese Nervosität in Vorfreude um. Als Ernst, Robert und ich dann in den Startblöcken auf den Beginn warteten, freute ich mich dann wieder richtig auf den Start... Ein bisschen Angst hatte ich vor dem Laufen zum Rad - was aber im Nachhinein gar nicht so schlimm war. Einmal auf dem Rad hatte ich dann richtig großen Spaß daran - so jagte ich die Autobahn entlang und genoss den Rückenwind. Danach gings ab zur ersten Steigung, die auch überhaupt kein Problem darstellte. Die Fahrt der Donau entlang war auch eine Freude - trotz Gegenwind. Die wunderschöne Landschaft entschädigte für alles. Danach folgte dann die zweite Steigung - der Gansbach... Zu Beginn noch locker zu fahren wurde es zunehmends anstrengender, bis ich einen Gang runter schalten musste, weil ich merkte, dass meine Kraft weniger wurde. Oben angekommen konnte ich die Fahrt wieder genießen und jagte die hügelige Strecke mit extremen Seitenwind und mit letzter Kraft der Wechselzone entgegen. Ich wollte ja eigentlich unter meiner Vorjahreszeit von 3 Stunden bleiben - was ich leider nicht geschafft habe. Die extremen Bedingungen erklären zwar diese Zeit - jedoch war ich doch ein wenig enttäuscht. Ich war heilfroh, als ich wieder in der Wechselzone war und den Chip dem hochmotivierten Markus übergeben konnte, der auch gleich auf und davon war ;))... Ich hatte dann ein wenig Zeit mich wieder zu erfangen, mir trockene Kleidung anzuziehen und als Zuschauer/Anfeuerer mit Meli gemeinsam in das Zielstadion zu gehen. Markus war dann der erste der nach einer Wahnsinnszeit von knapp über 1:24 locker ins Ziel gelaufen kam - wirklich tolle Leistung... Danach kamen der völlig panierte Stefan, gefolgt von Ernst und Berni und zum Schluss Christian mit Erich. Es war wirklich super alle anzufeuern und im Zielraum in Empfang nehmen zu können. Markus und ich wagten - nach dem Spektakel - einen Blick auf die Ergebnisliste und siehe da Rang Nummer 2 in der Mixed Staffel - Wahnsinn... Was für eine Freude das bei uns allen auslöste ;))... Wir warteten dann auf die Siegerehrung - lieben Dank an alle, die diesen Moment miterlebt haben, war wirklich schön den Pokal auf der Tribüne in Empfang zu nehmen und sich mit allen darüber zu freuen... Werde diese Momente so schnell nicht vergessen. Ein großer Dank auch an Meli und Meike, die super angefeuert und wirklich tolle Fotos gemacht haben!

Markus: Ich hatte eine ruhige, aber etwas kurze Nacht, nachdem die Bayern das Championsleague-Finale gewonnen hatte. Der Rennbetrieb in St. Pölten war trotz nicht optimalen Wetterbedingungen alles in allem gut organisiert. Das Schwimmen ausfallen zu lassen war aus meiner Sicht die richtige Entscheidung für die Athleten. Vielleicht wäre ein Run-Bike-Run eine Alternative gewesen. Luci ist gegen 8:23 mit dem Rad gestartet, ich habe mich auf ca. 3 Stunden Fahrzeit eingestellt. Als ich die Wetterbedingungen gehört habe, dachte ich jedoch es wird etwas mehr werden. Luci hat trotz starkem Wind eine niedrige 3 Stunden Zeit hingelegt - eine super Leistung beim ersten Rennen nach der Verletzung! Gegen ca. 11:30 habe ich dann den Chip übernommen und bin los gerannt. Ich habe gleich zu Beginn gemerkt: Da geht etwas! Die ersten 10 km waren unglaublich leichtfüßig. Ich hatte richtig Freude am Laufen. Auf der zweiten Hälfte hatte ich mit dem Gegenwind zu kämpfen. Ab dem Regierungsviertel Richtung Ziel habe dann noch einmal richtig Gas gegeben, fast ein Runners High! Die letzten km bin ich dann mit einem ähnlich schnellen Läufer Kopf an Kopf gelaufen. Ab der Laufbahnrunde Richtung Ziel im Stadion haben wir beide angezogen. Ich hatte erstaunlich viel Reserven und konnte das zufällige Duell für mich entscheiden. Die 1:24:46 waren für die Bedingungen aus persönlicher Sicht super. Schön dabei ist zu wissen, dass da noch was geht, ich freue mich also schon auf meine nächste Halbdistanz!

Stefan: St. Pölten war meine zweite Halbdistanz und mein erstes Rennen der Ironman-Serie. Man merkt sofort, dass die Dimension im Vergleich zu „normalen“ Bewerben eine größere ist. Wir sind schon am Freitag angereist und haben gleich alles Notwendige organisiert – was teilweise etwas kompliziert war. Samstag stand eine kurze Einheit auf dem Programm, dann war Erholung für das Rennen angesagt. Mit der Absage des Schwimmens bin ich gut umgegangen, denke ich. Aber nicht nur deshalb, weil Schwimmen nicht meine beste Disziplin ist :-) Ich wäre schon gerne geschwommen. St. Pölten war natürlich wichtig, dennoch ist es nur als Vorbereitung auf meinen Saisonhöhepunkt Podersdorf zu sehen. Zum Bewerb: Der Wellenstart in Radoutfit war eine neue Erfahrung :-) Auf dem Rad hielt ich es wie immer – so schnell wie möglich und nach Gefühl fahren. Puls-, km/h- oder gar Wattwerte (letztere würde ich aufgrund einer fehlenden Wattmessung eh nicht sehen :-)) sind für mich während eines Rennens nicht interessant. Sogar auf die normale Uhrzeit habe ich nur zweimal gesehen. Der Anstieg nach Krustetten war ziemlich knackig, jener nach Gansbach ebenso, nur länger :-) Nach 2:44:05 bin ich in die Wechselzone. Erhofft hatte ich im Vorfeld eigentlich 2:35, da hab ich wohl die Höhenmeter nicht richtig eingeschätzt. Der Wechsel zum Laufen ging sehr zügig vonstatten. In meinen neuen Wettkampfschuhen – die alten wollte ich nicht nochmals versuchen, die haben einfach zu große Probleme mit Blasen verursacht – lief es zu Beginn super. Das Lauf- bzw. fast schon Fluggefühl war sensationell und hielt ca. bis Kilometer 10. Dann wurden vor allem die Oberschenkel immer angespannter und schmerzhafter. Einerseits genoss ich den Zustand auf eine seltsame Art und Weise, andererseits sehnte ich schon jede Kilometertafel herbei. 1:32:54 lautete letztlich die Zeit für den Halbmarathon, gesamt die runde Zeit von 4:20:00. Im Ziel war ich so fix und fertig, die Kraft reichte nicht einmal mehr für ein Finishline-Lächeln. Gut, das ist aber nichts Neues :-) Der Kreislauf war auch etwas unschlüssig, was er machen sollte, nach einer Weile und der Betreuung von Luci (Danke!) ging es dann. Mit der Zeit bin ich durchschnittlich zufrieden, vom Radfahren her eher nicht, vom Laufen her eher schon. Am Abend waren wir noch bei der Siegerehrung, weil unsere Mixed-Staffel mit Luci und Markus den sensationellen 2. Platz erreicht hatte. Ein toller Abschluss des Wochenendes!

Christian: Ich startete nun zum dritten Mal in St. Pölten. 2 x Mal hatte es über 29 Grad Temperatur und heuer dieses unglaublich düstere Wetter. Zu allem Überfluss wurde dann noch das Schwimmen abgesagt, was mich sehr traurig stimmte. Nach ein wenig Grollen und Schmollen habe ich mich dann damit auseinander gesetzt. Nachdem wir wieder so zahlreich am Start waren, bin ich schlussendlich wieder voll motiviert gewesen. Ich war leider erst um 09:00 zum Start an der Reihe, das waren 5 Stunden nach dem Aufstehen. Ich war ehrlich gesagt schon wieder müde. Mein Bruder Markus war der letzte, der mich noch ordentlich motiviert hat und bis zum Startschuss bei mir war. Kurz nach 09:00 durfte ich dann endlich zu meinen Rad laufen. Die ersten 25 km inkl. erstem Anstieg nach Krustetten waren ein Hammer, aber dann hatte ich nur mehr mit der Ernährung und Müdigkeit zu kämpfen. Die Steigung nach Gansbach war wieder ganz gut, die letzten 10 km allerdings kaum zu fahren. Durch den enormen Seitenwind konnte man teilweise nicht einmal 20 km/h fahren. Runter vom Rad und ab zum Laufen und auch hier waren die ersten 3 km nicht leicht, aber dann kam ich langsam aber sicher ins Laufen. Erich (Artner) hat mich im Hintergrund immer begleitet, nur wusste ich das nicht. Als dann das Finish immer näher kam, habe ich Erich wahrgenommen und dann sind wir glücklich zu zweit ins Ziel gelaufen. Gesamt gesehen bin ich durchwachsen zufrieden mit der Leistung, aber das sind ja alles nur Durchgangsstationen zu meinem Saisonziel am 30.06., den Ironman in Klagenfurt.

Berni: Erste Halbdistanz - Ein Wechselbad der Gefühle, schon Tage davor. Lustige Tage vorm Rennen mit den Kollegen vom L.i.L Tri Club Ost haben mir das Warten auf den Start leichter gemacht. Dann die Nachricht der Absage des Schwimmens. Ein wenig erleichtert war ich schon, mein Ziel (über die Ziellinie zu kommen) war auf Grund der gesundheitlichen Auswirkungen der Umweltbedingungen ein Stück weiter weg gerückt ist. Endlich ist der Sonntag gekommen. Ordentlich gefrühstückt, alles noch mal durchgegangen und vorbereitet und dann mit Stefan zum Startbereich, da wir die selbe Zeit beim Wellen-Start hatten. Ab aufs Radl - Endlich! Trotz starkem Wind aus allen Richtungen war ich über meine Zeit von 3 Stunden und 3 Minuten für die 90 km sehr überrascht und wirklich zufrieden damit! Da ich aber meinen Rad-Split erst im Ziel erfahren hatte, war für mich beim Laufen weiterhin der wichtigste Punkt: Durchkommen! Dementsprechend motiviert bin ich in die zwei Runden gegangen...wobei die ersten 10 Kilometer im Vergleich zu den zweiten ein Kinderspiel waren. Einer der schönsten Momente war dann, als mich Ernstl bei den letzten zwei km auf der Laufstrecke wieder eingeholt hat, nachdem ich ihn beim Strampeln überholt hatte, und er mich für die letzten Meter motiviert hat, um mit ihm gemeinsam durchs Ziel zu "laufen". Einen schöneren Abschluss des Wettkampfes hätte es für mich nicht geben können. Danke an alle, die mitgefiebert und uns unterstützt haben! Im Nachhinein fühlt es sich schon ein wenig so an, als würde - auf Grund der Schwimmabsage - etwas in der Gesamtgeschichte fehlen....aber wer sagt, dass dies meine letzte Halbdistanz war? :-)

Ernst: Tja, nun war es so weit – der Ironman 70.3 St. Pölten stand vor der Türe! Nun würde sich herausstellen, ob sich das harte Training gelohnt hat. Unsere Anreise erfolgte am Freitagvormittag. Es hieß Quartier beziehen und dann nix wie zum Wettkampfgelände. Von da an begann auch die Wettkampfstimmung und die Nervosität, im positiven Sinn. Leider kam auch schon das Gerücht auf, dass das Schwimmen wegen des schlechten Wetters abgesagt werde. Trotzdem war meine Stimmung super – ich war schließlich mit tollen Freunden und Sportskollegen unterwegs. Viel lachen, viel plaudern - für mich einfach genauso wichtig wie das Rennen selbst. Also weiter: am Freitag Startnummern abholen, Messe anschauen und relaxen. Samstagvormittag eine kurze Ausfahrt mit dem Rad und Einlaufen - das natürlich bei Regen und Wind, aber mir ging es sehr gut! TROTZDEM:-) Ich habe ja seit einiger Zeit einen neuen „liebgewonnenen“ Trainingspartner: den Wind. Danach zur Wettkampfbesprechung und nun war es heraus: kein Schwimmen! 15 Grad Wassertemperatur und 5 Grad Lufttemperatur war einfach zu gefährlich. Geplant somit ein Rad-Wellenstart, also alle 15 min ein Startblock und dieser wurde noch in 10er Gruppen unterteilt. Noch das Rad einchecken, essen gehen, alles für Sonntag herrichten und relaxen. Am Sonntagmorgen Tagwache 4:30. Frühstücken und ab zur Arena. Jetzt dachte ich mir: Gott sei Dank wurde das Schwimmen abgesagt! Es ist saukalt. Jetzt bleibt nur noch Rad fertig herrichten, Laufsack aufhängen, raus aus der Wechselzone und auf den Start warten. Um 8:15 war es soweit: Luci und ich waren im selben Startblock und endlich waren wir an der Reihe. Eine Umarmung, noch alles Gute wünschen und los. Das war auch schon, was ich von Luci sah. Weg war sie! Ich aufs Rad und ebenfalls los. Nach kurzer Strecke auf die Autobahn - ca. 18 km. Es ging echt super mit ca. 45 km/h dahin – Jubel :-) Dann runter von der Autobahn bei Abfahrt Traismauer Nord. Der erste Anstieg bei Km 24, ich schalte zurück und trete ins Leere – Kette heraußen, runter vom Rad, Kette rein, weiter - aber irgendwas stimmt weiterhin nicht. Ich trete immer wieder mit einem Knackser ins Leere. Verdammt, war es das für mich nach nur 24 km? Ich dachte: nur den Anstieg schaffen und dann schalten, vielleicht wird es besser. Aber leider war es nicht so - immer wieder der Knacks und diese Aussetzer, bei denen ich ins Leere trat. Ich wollte aber nicht aufgeben, so fuhr ich noch ca. 5 km weiter. Dann meine Rettung - ein Servicewagen! Kurze Kontrolle, ein Kettenglied war defekt. Also raus damit, ein neues rein und mit einem kurzen Anschubser vom Servicetechniker fuhr ich überglücklich weiter - wenn ich ehrlich bin, mit Tränen in den Augen. Weiter runter in die Wachau …“Genieße es, dort ist es so schön“ haben mir einige vorher erzählt. Von Genießen bei dem Wetter (kalt, leichter Regen und Gegenwind vom Feinsten) keine Spur. Mit leichten Schmerzen in den Beinen fuhr ich weiter, ich war es mir selbst schuldig hier durchzukommen. Dann überholte mich der Berni. Na super, dachte ich, der ist ja um 15 min nach mir gestartet. Aber ich freute mich für ihn, dass er so gut drauf war! So ging es dann auch rauf über den gefürchteten Gansbach. Dort traf ich auch die Nikola Stadler - kurzes Plauscherl und weiter nach 6 km endlich oben mit den Worten „Nau, a Hochwasser habts ihr hier ned zu befürchten!“ Die verdiente Abfahrt passierte in Schräglage, weil nun der Wind von der Seite kam. An dieser Stelle Gratulation an alle, die hier mit Scheibenräder unterwegs waren. Der Rest und die letzte Steigung waren problemlos, außer den Schmerzen in den Oberschenkeln und leichte Krämpfe, die sich auch bis zum Ende nicht mehr vertschüßen sollten. Dann Einfahrt St. Pölten, Stadioneinfahrt, runter vom Rad, in die Wechselzone und …… ich fand meinen Platz nicht! Ich lief rauf und runter mit lauten Worten „Nau bin i scho gaunz deppert?„ merkte ich, dass ich in Startblock 2 und nicht 4 herumirrte. Nach gefühlt unendlicher Zeit endlich meinen Platz gefunden, Rad aufhängen, rauslaufen, Laufsack holen, raus aus den Radklamotten, rein in die „Laufbock“ und raus auf die Laufstrecke. Und wer war da? Der Berni, ca. 1 km vor mir auf der Gegenstrecke. So nun will ich es kurzmachen. Das Laufen - 2 Runden durch das Regierungsviertel und links und rechts entlang der Traisen 3 x durch das Stadion - war super. Mir ging es abgesehen von den Schmerzen in den Oberschenkeln gut. Nur nicht übertreiben, ich will keinen Krampf riskieren. Ca. 800 m vor dem Ziel sah ich einen blauen Hintern :-) damit meine ich natürlich unsere Vereinshose mit dem blauen Einsatz - da war der Berni. Nochmals alles mobilisieren und ich schloss zu ihm auf. „Komm wir laufen gemeinsam durch Ziel“ waren meine Worte, als ich bei ihm war. Goschert mal wieder von mir, weil ich selbst schon am Limit war! Doch wir schafften auch die letzte Runde im Stadion. Mal wieder ehrlich - ich begann zu heulen, ich war einfach von den Emotionen überwältigt. Dann der Zieleinlauf – ich hatte mich wieder gefangen, Hände in die Höhe gerissen und über die Ziellinie mit 05:31:15. Geil geil geil! Berni und ich sind uns in die Hände gefallen. Was für ein Erlebnis. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht so der große Schreiber bin. Dann könnt ihr euch wohl vorstellen, wie sehr mich dieser Event hergebeutelt hat. Meine Freunde, meine Clubkollegen und Trainingspartner - danke für alles! Es gäbe ja noch vieles zu erzählen, was da alles noch geschehen ist, was ich gefühlt und erlebt habe, aber es wäre einfach eben zu viel. Doch ich trage es in mir und das ist mir am allerwichtigsten! Ein Sieg für und über mich.


18.05.2013 - Vienna City Triathlon

Christian und Ernst starteten am 18. Mai über die Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 22,5 km Radfahren, 5 km Laufen) beim Vienna City Triathlon auf der Donauinsel. Beide durften sich über eine gute Vorbereitung auf den Ironman 70.3 am 26. Mai in St. Pölten freuen: Christian belegte in 1:18:32 (13:02 – 38:00 – 24:49) den 109. Gesamt- und 26. Altersklassenrang und Ernst klassierte sich in 1:22:29 (14:09 – 38:34 – 25:47) auf dem 162. Gesamt- und 13. Altersklassenrang.

Christian: Mein erster Triathlon der Saison – ENDLICH! Das Wetter war durchwachsen und die Donau hatte doch ganze 16 Grad. Ich bin erstmals von der ersten Reihe aus in das Rennen gegangen und habe mich beim Schwimmen einfach nur wohl gefühlt, hätte ich da nicht einen Anfängerfehler gemacht und den Kurs verlassen. Egal wie auch immer, mit der Schwimmzeit bin ich sehr zufrieden. Rauf auf das Rad und auch die ersten 11,5 Km waren genial, leider bin ich dann aus unerklärlichen Gründen in ein Hungerloch gefallen. Dank Lucis Zaubergetränk habe ich mich nach weiteren 5 Km wieder gefangen. Der Rest war wieder ok. Überraschend dann der Wechsel zum Laufen, meine Füße bzw. meine Waden waren komplett zu. Nach der Hälfte, also 2,5 Km sind sie dann endlich aufgegangen und der Rest war wirklich schön zu laufen. Mit der Zeit von 1:18:32 bin ich ganz zufrieden, aber nicht restlos. Ich weiß zumindest woran es zu arbeiten gilt.

Ernst: Der Sprinttriathlon auf der Donauinsel war meiner Meinung nach die beste Vorbeitung für den Ironman 70.3 in St. Pölten, um alle Abläufe nochmals durchzugehen. Das Wetter in Wien war nicht gerade umwerfend, aber ok. Ich freute mich auch schon mal wieder ins Freiwasser zu dürfen und Wettkampfluft zu schnuppern. Dann der Startschuss! Mit neuem Sailfish-Neo absolvierte ich eine tolle Schwimmzeit. Ab ging es in die Wechselzone, in die Radsachen und ab auf die Strecke. Etwas kühl die ganze Geschichte, aber meine Radgeschwindigkeit war super. Bei Km 10 kurz vor der Wende und dem Anstieg krampfte meine rechte Wade. Was tun? Stehenbleiben – nein. Raus aus dem Pedal mit dem rechten Fuß und mit dem linken weitertreten. Der Krampf löste sich und so konnte ich den Anstieg mit beiden Beinen absolvieren. Ich gab alles bis zum zweiten Wechsel. Rad abstellen, Radschuhe ausziehen, Laufschuhe anziehen hieß es dann. Wieder kam ein Krampf, dieses Mal in der linken Wade. Ich musste mich hinsetzen und massieren. Das dauerte etwas, aber danach konnte ich loshumpeln - mehr war es nicht. Ich kam dann doch in einen Laufrhythmus und nach 2 Runden mit 1:22:29 ins Ziel. Ich bin mit dieser Leistung eigentlich sehr zufrieden, nur die Krämpfe waren unangenehm. Da ich den Vienna City Marathon ohne jegliche Schmerzen absolviert habe, macht mich die Sache etwas nervös.

21.04.2013 - 8. Int. Burgenland Duathlon

Den Parndorfer Duathlon am 21. April nahmen sich Stefan und ganz kurzfristig auch Christian vor. 10 Kilometer laufen, 40 Kilometer auf dem Rad und abschließende 5 Laufkilometer galt es zu bewältigen. Stefan klassierte sich in 2:06:32 (40:11 – 1:03:13 – 21:21) auf dem 25. Rang, Christian belegte in 2:29:05 (48:59 – 1:10:56 – 27:25) Rang 86.

Stefan: Den Duathlon in Parndorf hab ich erst Anfang des Jahres bewusst wahrgenommen. Ich habe mich aber gleich zu einem Start entschlossen, weil der Bewerb unmittelbar in der Nähe stattfindet und auch terminlich sehr gut in die Saison passte – ca. einen Monat nach dem ersten Wettkampf (Wien Energie Halbmarathon) und ca. einen Monat vor der Halbdistanz in St. Pölten. Super war, dass sich auch Christian ganz spontan zu einem Antreten entschloss. Wie immer habe ich mir im Vorfeld gedanklich eine Wunschzielzeit errechnet und bin dabei auf „unter 2:05:00“ gekommen. Mit 2:06:32 habe ich sie nicht ganz erreicht, weshalb ich auch nicht restlos zufrieden bin. Dennoch war es ein sehr guter Wettkampf. Der erste Laufsplit über 10 Kilometer war zufriedenstellend, auch wenn ich aber der Halbzeit mit Seitenstechen umzugehen hatte. Auf dem Rad lief es geschmiert und ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Die Zeit entsprach auch ziemlich genau meinen Erwartungen. Runter vom Rad und zum zweiten Mal in den Laufschuhen merkte ich gleich, dass die 5 Kilometer wohl kein Spaziergang werden würden – auch wenn es sich vom Tempo her subjektiv so angefühlt hat :-) Blasen an den Füßen machten den Lauf zusätzlich hart. Irgendwann war es dann aber doch vorbei. Insgesamt ein sympathischer Bewerb, bei dem ich auch nächstes Jahr mitmachen möchte!

Christian: Das war eine geniale Sache. Eine Woche auf den Halbmarathon habe ich meinen ersten Duathlon bestritten und das auch noch aus dem vollen Training heraus. Ich bin sogar am Vortag noch 60 Kilometer Rad gefahren und 5 Kilometer gelaufen. Ich wusste wirklich bis 1,5 Stunden vor dem Start nicht, ob ich antreten soll oder nicht. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und 20 Minuten später waren der Stefan und ich schon in der Wechselzone. Punkt 13 Uhr ging es los zum ersten 10 Kilometer Lauf. Ehrlich gesagt, nach 2,5 Kilometern dachte ich mir: Du bist wirklich nicht normal! Nach 48:59 bin ich dann in die Wechselzone und mit Vollgas auf meine Rennmaschine. Die 40 Kilometer waren die reinste Freude. Da ich aber leider durch zu wenige Gels an Bord unterversorgt war (meine Schuld) habe ich die letzten 10 Kilometer nicht mehr alles gegeben. Es folgte der abschließende 5 Kilometer Lauf. Ich kann jedem nur sagen, ich habe hier die ersten 2,5 Kilometer fast vor Schmerzen gebrüllt, so weh tat mir die hintere Muskulatur. Aber das habe ich auch überstanden und bin nach 2:29:05 glücklich ins Ziel gelaufen. Es war mein erster, aber mit Sicherheit nicht letzter Duathlon!

14.04.2013 - 30. Vienna City Marathon

Beim 30. Vienna City Marathon durfte unser Verein nicht fehlen. Wieder gab es mehrere Premieren: Ernst und Mark stellten sich erstmals der Herausforderung Marathon. Ernst blieb in 3:59:39 unter der 4-Stunden Marke und Mark durfte sich über sein Finish in 4:31:19 freuen. Im Halbmarathon gingen beide Christians, Berni und Markus an den Start. Christian (St.) blieb in 1:42:29 nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit. Christian (Sch.) erlebte sein Halbmarathon-Debüt in 2:07:38. Berni schrammte in 2:00:27 hauchdünn an der 2-Stunden Grenze vorbei und Markus lief die 21,1 Kilometer in 1:29:58.

Ernst: Für mich hat der VCM schon am 13. April mit dem Abholen der Startnummer begonnen. Das Highlight war jedoch das persönliche Kennenlernen von Christian Schiester, mit dem wir dann gut eine 3/4 Stunde geplaudert haben und er uns einige G´schichtln aus seinem Leben erzählte. Eine super Motivation für den Lauf! Der 14. April begann damit, dass ich die beiden Christians mit dem Auto abholte und wir dann Richtung Markus fuhren. Bei der Abfahrt Kagran fiel dann das Wort „Zeitnehmungschip“ und mir wurde mit einem Mal sehr heiß, denn der lag zu Hause schön im Schrank! Also mit Vollgas nach Hause und Chip holen - mal sehen, ob mich irgendwo die Polizei gesehen hat, wenn ja wird der VCM noch richtig teuer für mich. Aber ich hab es noch 30 min vor Startschuss geschafft am Start zu sein. Leicht nervös, aber viel gelassener als noch vor einer Stunde - no na, ich hatte ja nun den Chip am Fußgelenk. Also hinein in die Menge. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Ich fand schnell meinen Rhythmus und meine Geschwindigkeit, die ich, wie es sich später zeigte, bis ins Ziel hielt. Erste Anfeuerung von Luci und Stefan in der Praterhauptallee bei Km 5. Super leiwand und keine Probleme - so gings dahin. Mir gings einfach gut. Bei Km 18 in der Mariahilferstraße wieder Unterstützung von Luci und Stefan. Als ich über den Ring beim Heldenplatz vorbeilief und die Halbmarathonis schon ins Ziel liefen, dachte ich mir: Super, du hast erst die Hälfte. Aber egal, ich lief wie Forrest Gump einfach weiter. Bei Km 30 dachte ich an die Worte von Christian Schiester: „Ab Km 36 wird’s hart. Du wirst deinen ersten Marathon nie vergessen!“ Etliche Läufer sind schon ausgepowert am Rand gestanden. Ich hoffte keine Krämpfe zu bekommen. Das Mühsamste war eigentlich von Km 31 -35 Hauptallee, Lusthaus und zurück - eine lange Gerade. Mich nervte einerseits die laute Musik, anderseits sah ich die Läufer von der Gegenrichtung, die noch die ganze Strecke bis Lusthaus vor sich hatten. Jene, die mit Krämpfen und Übelkeit kämpften wurden immer mehr. Durchhalten dachte ich. Dann kam Km 36, ich wartete auf irgendeine Reaktion von meinen Beinen, aber da war außer etwas Müdigkeit nichts. Also fokussierte ich mich einfach auf den nächsten Abschnitt der Laufstrecke. Bei Km 40 das letzte Gel in den Mund und nun einfach nur mehr durchhalten und auf den Zieleinlauf freuen. Bei Km 41 nochmals Stefan, der mich anfeuerte: „Komm, du schaust gut aus“ - ich dachte nur, wenn der wüsste, wie müde ich schon bin! Aber das gab mir nochmals Power kurz vor der Zielgerade am Heldenplatz. Tausende Menschen links und rechts neben der Laufstrecke und ich schrie "DANKE WIEN"! Die Leute schrien zurück, feuerten mich an und ich sah schon den gelben Teppich. Was ich selbst nicht glaubte -  ich setzte die letzten 300 Meter zu einem Sprint an, überholte noch etliche Läufer und ging mit 3:59:39 überglücklich ins Ziel. Ich hatte meinen ersten Marathon gefinished und das ohne Probleme. Das Rennen gut eingeteilt, Gels gut eingeteilt, es hat alles gepasst. Dann hab ich mir meine 5km Zwischenzeiten angesehen, ich bin gelaufen wie ein Uhrwerk: 28:07, 28:12, 27:50, 27:55, 26:49, 29:06, 29:44, 29:31. Christian Schiester, du hast recht - den ersten Marathon werde ich nie vergessen. Danke an Luci und Stefan.

Mark: Vienna City Marathon, mein erster Marathon überhaupt! Nach einem schweren Autounfall vor genau 10 Jahren mit dreifachem Hüftbruch und permanenten Nervenschäden am rechten Fuß hatte ich eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben, dass ich jemals einen Marathon schaffe. Aber der männliche Stolz und die damit verbundene Träume und Ambitionen sterben zuletzt! Ok, ich bin nicht annähernd so schnell wie früher, aber wer sagt denn, dass man schnell sein muss, resilient und beständig ist Trumpf über Schnelligkeit und Kraft. Ok, 5:20 Min pro KM ist nicht sehr flott, aber ich habe dieses Tempo ca. 3 Stunden durchgehalten. Die Kulisse ist einfach atemberaubend. Die Mitläufer, die Zuschauer, einfach alles am Vienna City Marathon ist geil! Man läuft Strecken, die man auswendig kennt, aber eher mit dem Auto fährt als zu Fuß läuft. Das Wetter war im Gegensatz zum Halbmarathon im März Spitze. Ich habe auch die innere Angst überwunden, dass ich nicht länger als 3 Stunden laufen kann, oder 30 km die absolut längste Strecke ist, die ich schaffe. Von Langeweile oder Überbeschäftigung mit den eigenen Laufschmerzen keine Spur. Ich habe sogar den Ipod Shuffle, den ich mit Motivationsmusik vollgeladen habe, nicht einmal eingeschaltet. Der Lauf an sich und die Kulisse waren alles was ich brauchte, um mich zu beflügeln. Mein Ergebnis : 4:31:19. Ich bin vollauf zufrieden. Jetzt heißt es einen Marathon unter 4:00 zu laufen! Danke an Christian für die Spitzenbetreuung.

Christian (St.): Der erste wunderbare Tag im Jahr und dann beim Vienna City Marathon. Perfekte Bedingungen, 13 Grad Plus beim Start um 09:00 und los geht es. Wieder sind viele Teammitglieder von unseren Verein gelaufen und zwei hatten sogar Marathondebüt, Mark und Ernst. Die ersten 5 Kilometer ging es mir hervorragend, die zweiten 5 Kilometer waren auch toll, nicht zuletzt da ich ein Stück auf der Ringstraße von Luci und Stefan am Rad begleitet wurde. Bis zu Kilometer 12,5 war alles voll nach Plan, dann kamen unglaubliche Bauchkrämpfe, die sich bis Kilometer 17,5 dahinzogen. Dann war es wieder ein reines Vergnügen und der Einlauf am Heldenplatz ist einfach unglaublich genial gewesen.

Christian (Sch.): Nachdem ich im Oktober 2012 mit dem Laufen begonnen hatte und mein Ziel der VCM Halbmarathon 2013 war, freute ich mich schon riesig auf den Tag X.  Zwei kleinere Läufe hatte ich während der Vorbereitung schon absolviert und außerdem hatte ich ja den besten Trainer der Welt :-) Es konnte eigentlich nur gut laufen. Die Anreise zum Start verlief fast ohne Zwischenfälle und die Aufregung und Freude stieg mit jeder Minute. Endlich war er da, der Startschuss. Die ersten 5 km bin ich durchwegs zwischen 5:05 min/km und 5:20 min/km gelaufen und aufgrund des Adrenalins auch gänzlich ohne Anstrengung. Km 5 bis 12 war ich im geplanten Wettkampftempo von ca. 5:40 min/km unterwegs. Bis jetzt noch alles unter Kontrolle - dachte ich zumindest. Die Sonne brannte schon ordentlich aufs Hirn und der Weg zu den Verpflegungsstellen schien mir immer länger zu werden. Der Weg wurde aber nicht länger, lediglich meine Minuten pro Kilometer. Km 16 bis 19 waren die absolute Qual, da ich die Wasserstelle auch noch versäumt hatte und der Durst nicht mehr auszuhalten war. Auf der Mariahilferstraße endlich die nächste Wasserstelle gefunden – 1 Becher Wasser über den Kopf, 1 Becher Wasser in mich hineingeleert. Das Tempo wurde für die letzten 1,5 km wieder gesteigert und als ich von der Mariahilferstraße auf die Ringstraße bog, war die Zuschauermenge nicht mehr zu halten. Tosender Applaus, Lauter Jubel, Anfeuerungsrufe, Kameraleute, Photographen ................... Der Sieger des Marathons bog gleichzeitig mit mir auf die Zielgerade :-) Im Ziel mit 2:07:38 war die Freude RIESIG. Vor 7 Monaten konnte ich nicht einmal 500m durchlaufen und nun bin ich im/am Ziel. Meine nächsten Ziele habe ich mir sofort nach dem Zieleinlauf gesteckt.

Berni: Motiviert bis in die Zehenspitzen hab ich mir für den Halbmarathon nach meinen 1:50 in der Wachau 2012 nun mal 1:45 vorgenommen. Das Tempo konnte ich dann auch bis Km 11 recht gut halten, doch hat mir dann die linke Wienzeile einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit zu warmer Kleidung, fehlender Verpflegung und anscheinend doch einem kleinen Trainingsrückstand gepaart mit einer dezenten Steigung hab ich auf den vorletzten 5 km doch ein wenig Zeit liegen lassen, die ich dann bergab nicht mehr aufholen konnte. Schließlich bin ich dann mit 2 Stunden und 27 Sekunden über die Ziellinie gekommen. Auf Grund meiner Leistungssteigerung auf der ersten Halbmarathon-Hälfte bin ich mit der Endzeit aber dennoch recht zufrieden und ich kann den VCM als positives Training (sowohl körperlich als auch mental) für mein großes Ziel – Ironman 70.3 St. Pölten - sehen.

Markus: Ideales Wetter, kein Wind, super Stimmung und Unterstützung durch das Publikum. Das beeindruckende Publikum und die Tatsache, dass ich bei Kilometer 6 realisiert habe keine persönliche Bestzeit laufen zu können, haben mich den Lauf richtig genießen lassen. Tolles Erlebnis, ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

13.04.2013 - Challenge Fuerteventura

Unser neues Mitglied Bernhard feierte bei der anspruchsvollen Challenge Fuerteventura sein Triathlon-Debüt - und das gleich bei einer Halbdistanz. Er durfte sich über ein Finish in 6:52:49 (44:34 - 3:37:42 - 2:21:56) freuen.

Bernhard: Samstag 13.04. Challenge Fuerteventura in Begleitung von Angi Kastner und “Jorge” - Georg Frantschitz
05.30 Frühstücken – zu hoher Blutzucker / korrigiert bis Start Challenge. Einschwimmen im Pool: Wasser dort viel zu warm, bringt mir nachher einen gefühlten Kälteschock ein… Start: 08:05, 5 Minuten nach den Profis.
SWIM: Ich sterbe im wahrsten Sinne des Wortes auf den ersten 500 Metern; zu hohe Pace  aufgrund des guten Feelings beim Aufwärmen... keine Power, keuchen – finde das mitgenommene Gel, welches im Brustkorbbereich steckte nicht – was zu einer gewissen Panik führt! Am Rücken schwimmend versuche ich ruhig zu werden – dann ertaste ich das Gel bei der Hüfte – bekomme es hoch… kein Gel hätte das Ende bedeutet – “here and now”! Danach Rhythmus finden – Kraulen mit Kopf über Wasser, Atmung wiederfinden, langsame Umstellung auf normales Kraulen, welches mit der Zeit nach und nach bessser funktioniert – am Ende kommt eine Art Schwimmgefühl zurück. Eigentlich den ganzen Auftakt aus Disziplinlosigkeit versaut… einmal ist genug! Kurz duschen, wo ich die Badehauben (eine von Angi), Brille und Ohrstöpsel liegenlasse - rauf in die Wechselzone – Angi begleitet mich – wo mich Jorge versorgt bzw. mir hilft; BZ 105, klappt alles ziemlich problemlos und rauf aufs Bike.
BIKE: Bis zur ersten Verpflegung gelingt es den Puls auf einen vernünftigen Wert zu bringen - kostet Zeit – muss aber sein! Danach rauf nach Hormosas (14/15% Steigung) – heftig – runter Richtung Meer. Rauf nach “Alto Chilegua” erwachen die Lebensgeister und ich lasse glaub ich sechs Teilnehmer hinter mir – d.h. nicht mehr Letzter! Oben passt der BZ – d.h. keine Verpflegung – nur Wasser! Pajara – Verpflegung mit Wasser und Bananen – bis Play-Itas Rückenwind und im Schlussteil lockeres Radeln und Vorbereitung aufs Laufen – lockern, höhere Frequenz… Maltodextrose trinken – im Endeffekt etwas zu wenig.
RUN: Wechselzone “easier” als zuvor; Messen für Laufstrecke – gebunkerte Flasche mit Drink geleert. Erste Verpflegung Banane/Wasser – Gran Tarajal Umkehrpunkt relativ niederer BZ – 139; Cola, Stück Banane, Becher Wasser – gutes Feeling; vor der nächsten Verpflegung BZ ~450 – Cola ist crazy für mich! D.h. 1,5 Ie werden gespritzt, meiner Meinung nach vorsichtig, aber trotzdem zu viel! 25, 30 Min später 193 BZ und nochmal 20 Min danach 75 BZ – nix scheint mehr zu laufen… esse Feigen - nach kurzem Gehen “laufts” dann wieder bis zum Ende – bei Labestation werden noch Bananen gegessen. Run-Fazit: Cola ist zum Vergessen als Verpflegung; wenn Korrektur dann minimal  – nicht über 1 Ie.
Erkenntnisse:
     Endzeit 06:52:49 ist für den ersten Triathlon nicht so übel …  bei den Höhenmetern… ;-)
     Halbpension ist keine Option als Unterbringung – verleitet einfach zur Disziplinlosigkeit!
     Keine Safteln: Cola oder ähnliches… wenn Korrektur dann mehr als vorsichtig!
     Feigen, Bananen, Wasser und Magnesium reicht problemlos als Verpflegung!
     Keine körperlichen Probleme -> weitermachen!

24.03.2013 - 14. Fischamender Stadtlauf

Beim 14. Fischamender Stadtlauf am 24. März nahmen aus unserer Kindertrainingsgruppe Julia und Matias teil – und das trotz eisiger Bedingungen. Es galt, den Kinderlauf über einen Kilometer zu absolvieren. Julia klassierte sich in 5:29 auf dem 36. Gesamtrang und gar 3. Altersklassenrang. Matias benötigte 6:06 für die Strecke und belegte damit Gesamtrang 44 und Altersklassenrang 5.

17.03.2013 - Wien Energie Lauf

Mit einem Großaufgebot von neun Startern ging unser Verein in den Wien Energie Lauf am 17. März. Christian (St.), Ernst, Mark und Stefan nahmen sich den Halbmarathon über 21,1 Kilometer vor und Markus, Gregor, Christian (Sch.), Angela und Melanie stellten sich dem FunRun über 6,8 Kilometer. Erwähnenswert waren vor allem drei Premieren: für Mark war es sein erster Halbmarathon und für Angela und Melanie gar ihr jeweils erster Wettkampf. Nachfolgend die Zeiten und Kommentare unserer Mitglieder. Halbmarathon: Christian 1:43:51, Ernst 1:53:50, Mark 1:56:38, Stefan 1:26:01. Fun Run: Markus 26:15, Gregor 37:17, Christian 36:40, Angela 42:38, Melanie 46:26.

Christian (St.): Als Trainer aller Teilnehmer beim Wien Energie Lauf möchte ich sagen, dass ich auf alle mächtig stolz bin. Es ist für mich ein sehr erhebendes Erlebnis gewesen, alle glücklich und gesund im Ziel zu sehen. Mit meiner Leistung im ersten Wettkampf der Saison 2013 bin ich sehr zufrieden. In Anbetracht der Umstände - klirrende Kälte und unfassbar starker Wind - ist es mir sehr gut gegangen. Schmerzen waren auf den letzten 3 Kilometern auf jeden Fall da, aber die habe ich mental bekämpft ohne auch nur einen negativen Gedanken zu verlieren. Ein großes Danke gilt der lieben Susanne Brunner, die mich begleitet hat sowie der Conny Köpper, die mich nach ihrem Fun Run auch eine Runde lang unterstützt hat. Ich bin am richtigen Weg und weiß, woran noch geschraubt und gefeilt werden darf. Ein Hammer war auch, mit welcher Teamstärke wir als Verein aufgetreten sind!

Ernst: Bei Sonnenschein, aber sehr kalten starken Wind startete ich zu meinem ersten Halbmarathon dieser Saison. Die erste Runde lief besser als ich dachte. Die zweite Runde wurde dann schon schwieriger, da der Wind stärker wurde. Und auf der dritten war ich schon deutlich müde. Ich hatte am Vortag ein Konzert gespielt, nichts Richtiges zu essen bekommen und bin erst um Mitternacht ins Bett - das mache ich so nicht mehr. Ich finishte in 1:53:50, fix und fertig, aber sehr glücklich es doch geschafft zu haben. Ich habe mir in der letzten Runde immer gedacht: nur nicht stehenbleiben! Danke an Markus, der mich bei jeder Runde eine Zeitlang begleitete und den letzten Kilometer vor dem Ziel richtig gezogen und motiviert hat. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen war es ein super schöner Saisonauftakt. Wir sind eine leiwande Truppe!

Mark: Endlich war's so weit, nach 5 Monaten Training und Spitzenbetreuung durch Christian, mein erster Halbmarathon, und zu allem Überdruss war mein Einstand auch noch ein a**** kalter. Aber wie man so schön sagt "Es ist nie zu kalt, sondern man hat höchstens nicht die richtige Bekleidung an!" Bei der Aufwärmrunde mit meiner Tri-Club Bande (danke Jungs und Mädels - ihr seid super!) hatte ich sicher auch 5 Schichten an, aber danach gings ab in die kurze Laufhose. Heh, nur die Harten kommen durch, oder? Ehrlich gesagt habe ich gehofft, dass die Erfahrung weniger schmerzhaft für die Beine wird, wenn sie taub sind : ) Der Lauf an sich ist eine tolle Sache gewesen und für Novizen auf einer solchen Distanz toll, weil man drei Runden läuft. So kann man sich, wenn man so mathematisch orientiert ist wie ich, die Abschnitte toll in 1/6, 1/3, 1/2 und so weiter aufteilen. Das hilft bei der Motivation. Mein erster Eindruck bei so einem Lauf: irgendwie scheint jeder schneller zu sei! No na, die langsameren hinter einem sieht man ja nicht :-) Man orientiert sich an denen, die ungefähr gleich schnell laufen, und das hilft, aber irgendwie lauft man ja für sich, da muss man einfach die Eitelkeiten beiseite lassen. Die ersten 2 Runden waren anstrengend, aber weniger als gedacht. Runde 3 hingegen hatte es in sich, am letzte 6tel ist der Wind erst richtig in die Gänge gekommen und ich das erste mal ins Straucheln. Ich habe mir dann mein letztes Gel gegeben und habe meinen gewichtigen Oberkörper nach vorne gelehnt und habe es darauf ankommen lassen. Schlussendlich bin ich die letzten 2 Kilometer noch Vollgas gelaufen und habe mit 1:56:38 abgeschlossen! Und ich war mir vorher sicher, ich brauche locker 2:20. Die Wettlaufstimmung hat es in sich. Danke an Christian für die Spitzenbetreuung.

Stefan: Der erste Wettkampf der Saison und somit die erste Standortbestimmung! Wie immer hab ich mir im Vorfeld Gedanken über eine Zielzeit gemacht und die letztlich mit „unter 1:29“ definiert. Der Startschuss fiel und ich fand gleich in einen guten Rhythmus. Nach rund 10 Kilometern war ich über die Zwischenzeit positiv überrascht und weiter voll motiviert. Bald danach begannen sich leichte Blasen an den Füßen bemerkbar zu machen. Ich lief erstmals mit neuen Wettkampfschuhen, an die sich die Füße scheinbar noch besser gewöhnen sollten – oder umgekehrt :-) Zu den stärker werdenden Blasen gesellte sich (zum Glück nur leichtes) Seitenstechen und mit der Zeit freute ich mich über jede Kilometertafel mehr – zumindest über die, die nicht vom Wind umgeworfen wurden :-) Mit der Endzeit von 1:26:01 bin ich absolut zufrieden. Sehr geholfen hat die Unterstützung von außen, besonders von Markus, der mich in der letzten Runde ein Stück begleitet und gepusht hat – danke!

Markus: Ich habe die Kälte und den Wind beim Start gar nicht als störend empfunden. Habe die ersten 3 km planmäßig in 3:40/km absolviert, gegen den Wind konnte ich das Tempo nicht halten. Zum Schluss ist mir das Schuhband aufgegangen. Um meinen Rhythmus nicht zu unterbrechen bin ich trotzdem weitergelaufen. Alles in allem ein kalter, windiger Start in die neue Saison!

Gregor: Ich hab mal nachgesehen, was meine beste 7 km Zeit war und da bin ich 2010 im Prater bei viel, viel besseren Bedingungen und ohne am Vortag 23 Stunden im Flugzeug gesessen zu sein, 5:15/km gelaufen. So hab ich mir einfach mal gedacht: Ok, 11 km/h, das war so ungefähr die Vorgabe von Christian, sind ca. 5:27/km, vielleicht gehen 5:25/km und ich renn mal auf 5:20/km los. Das ist am Anfang auch ganz gut gegangen, nur war ich am ersten Kilometer viel zu schnell (04:50) und dann hat mich der Gegenwind am Rückweg erledigt. Aber was solls, macht ja nix. Never try, never know! :-O

Christian (Sch.): Nach dem Beginn meiner "Laufsportkarriere" am 1.10.2012, meinem 1. Wettk(r)ampf am 9.12.2012 beim Podersdorfer Adventlauf, war es endlich soweit: Der 1. wirkliche Lauf, welcher für mich auch als Referenz für den Halbmarathon am 14.04.2013 gelten soll. Nachdem ich die letzten paar Wochen mit Laufen in der Grundlage & Schifahren :-) beschäftigt war, hatte ich überhaupt keine Idee, welche Zeit ich mir für die 6,8 km vornehmen sollte. Am Vorabend noch kurz die Kilometerzeit der Grundlagenläufe analysiert, das Ergebnis mit 6,8 multipliziert und auf eine Laufzeit von "Na Servas, ich glaub ich bleib im Bett" gekommen. Eigentlich hab ich eine Zeit von ca. 42 Min angepeilt und tatsächlich sind es dann 36:40 geworden, was mich positiv überrascht hat. Fazit: Es liegt noch viel vor mir, aber auch schon einiges hinter mir :-)

Angela: Als ich zu laufen begonnen habe, hätte ich mir nicht träumen lassen, einmal an einem Lauf teilzunehmen. Es war ein Wunsch, aber nicht mehr. Dank des Trainings der letzten Monate und einer riesigen Portion Motivation konnte ich trotz des eisigen Windes eine tolle Zeit verbuchen. Ich freue mich natürlich diese weiter auszubauen und meine Lauftechnik zu verbessern.

Melanie: Der Wien Energie FunRun war erste Wettkampf für diese Saison. Am Anfang ging es mir super. Leider fing nach den ersten Kilometern mein linker Fuß an zu schmerzen und konnte deshalb nicht mehr so schnell laufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Etwas enttäuscht wegen dem Fuß, wollte ich dennoch die 6,8 km durchlaufen und es ins Ziel schaffen, dies ist mir dann auch mit einer Zeit von 46:26 gelungen.

02.02.2013 - The Northface 100 Thailand

Patrick: Es ist soweit, Andrea und ich sind in Bangkok – in Österreich konnten wir uns auf die klimatischen Bedingungen leider nicht vorbereiten, darum planten wir noch ein bis zwei Laufeinheiten in Bangkok ein – gar nicht so leicht in einer Stadt wie Bangkok eine angenehme Laufgegend zu finden – wir haben einen Park gefunden, den Lumpinipark – mitten in der Stadt … wir tasten uns vorsichtig mit einem 10 km langen Grundlagenlauf an das Klima heran – natürlich in der Mittagshitze. Wow, vor ein paar Tagen sind wir noch bei winterlichen Verhältnissen gelaufen … Für unseren nächsten Lauf waren 25 km geplant – wieder Rundenlaufen im Lumpinipark – die Hitze machte uns ganz schön zu schaffen – mir kamen die ersten Zweifel, ob ich bei solchen Verhältnissen einen Ultratrail über 100 km laufen kann … genug gelaufen – es wird schon irgendwie … Ich denke der letzte lange Lauf sollte eher ein Mentaltraining sein – und das war es auch Wir fahren in den Nationalpark Khao Yai im Norden von Thailand, wo wir die letzten Tage vor dem Start versuchen uns so gut wie möglich zu erholen, gut zu essen und viel zu schlafen

02.02.2013 – der große Tag: wir fühlen uns körperlich und mental fit – der Wecker läutet um 03:30 – wir checken ein letztes Mal unsere Ausrüstung (laut Veranstaltung muss ein Trinkrucksack mit 2 Liter, Verpflegung, eine Stirnlampe mit Ersatzbatterien, ein Handy und ein Erste Hilfe Set mitgeführt werden) und machen uns auf den Weg zum Start ein Gefühlsmix aus Freude und Aufregung begleitet uns … im Startbereich geht es ruhig und gelassen zu - die Läufer schenken sich gegenseitiges Lächeln und der gegenseitige Respekt ist zu spüren – ein wirklich schönes Gefühl

05:00: der Startschuss fällt und die Läufer werden von einem Mönch mit Wasser gesegnet. Im Stirnlampenlicht laufen wir los – beim Zurückblicken ist ein richtiges Lichtermeer zu sehen Andrea und ich laufen die ersten Kilometer gemeinsam – wir küssen uns, dann läuft jeder für sich … nur nicht an Wettkampf denken, denn ich bin noch lange unterwegs … es wird hell und ich bemerke das ständige Auf und Ab über Stock und Stein – eine landschaftlich sehr schöne und abwechslungsreiche Laufstrecke – die Strecke führt durch kleine Dörfer, wo einheimische Menschen immer wieder winken und ein Lächeln schenken … eine Gruppe von Kindern halten die Hände gestreckt und freut sich über das berührende Zusammenklatschen das gibt Energie … kurz vor der Wende nach den ersten 50 km wechsle ich beim Checkpoint meine Laufsocken und Laufschuhe – ich versuche die vielen blutgefüllten Blasen zu ignorieren … der Wechsel war ein minutenlanger Prozess, denn ich musste den Chip von den Schuhen schneiden und am neuen Schuh anbringen … ich fülle den Laufrucksack mit meiner eigenen Verpflegung an – Andrea und ich haben uns für „Green Runner“ entschieden – eigene Verpflegung und keinen Müll hinterlassen ich fühle mich gut und nach 5 Stunden habe ich bereits die ersten 50 km geschafft angeblich bin ich unter den ersten 15 Läufern – wow, das bestärkt mich … Nach etwa 1 km kommen mir die nächsten Läufer entgegen … bei km 55 treffe ich plötzlich auf eine Läufergruppe, die etwa 2 km hinter mir war ich bin fassungslos – ich vergleiche die GPS Werte – oh nein, ich bin falsch gelaufen und habe eine Schleife von über 4 km gemacht – ein mentaler Schlag ins Gesicht wer will bei einem Ultralauf schon zusätzliche Kilometer laufen – gleich darauf zeichnet meine GPS Uhr nicht mehr auf (Speicher voll) und ich muss nach Gefühl laufen … dieser Fehler belastet mich lange und als ich bei der Labstation bei km 63 ankomme, begehe ich einen Anfängerfehler und esse eine Unmenge von Wassermelonen (waren einfach sooo gut) gefolgt von einer Unmenge von Wasser und Iso – mein Magen fand das nicht so toll und somit musste ich die nächsten km gehen – irgendwann konnte ich dann wieder anlaufen … die nächsten km waren dann ein Wechsel von gehen und laufen … meine geplante Zeit unter 12 Stunden war nun nicht mehr möglich … egal, ich muss ja einfach nur unter 18 Stunden finishen – also noch genug Zeit Die km werden einfach nicht weniger und das Laufen alleine durch die Felder verunsichert mich – ich warte immer wieder auf nachkommende Läufer um sicherzustellen nicht falsch zu sein … die letzten 10 km waren endlos hart und vor allem wurde die Möglichkeit noch unter 13 Stunden ins Ziel zu kommen immer kleiner Endlich, ich kann die letzte Kurve vor der Zielgeraden sehen und versuche gegen die laufende Zeit ins Ziel zu sprinten … ich finishe nach 13 Stunden und einer Minute als gesamt 22ster vor mir steht Andrea glücklich und mit Tränen in den Augen – sie hat die 50 km in 5 Stunden und 41 Minuten als gesamt 31ste gefinisht

… never stop running …