Trainingsberichte 2014

08.-18.12.2014 - Bernhard @ Fuerteventura

Den Bericht über Bernhards Trainingszeit in seiner Wahlheimat Fuerteventura findet ihr hier!

18.07.2014 - Stirb langsam

Christian (Sch.):
120 Minuten Rad: 15 Einfahren, 15 Wettkampftempo, 15 GA1, 15 Wettkampf, 15 GA1, 15 Wettkampftempo, 30 GA1 Ausfahren Runter vom Rad und 60 GA1 Lauf. So weit der Plan, aber es kam alles anders. Freitag nach der Arbeit begab ich mich bei 34 Grad in Richtung Dönerinsel. Nachdem das Einfahren erledigt war, trat ich wie ein Wilder in die Pedale. Nach 5 Minuten Wettkampftempo brannten meine Oberschenkel bereits lichterloh; der Puls war bereits jenseits von Gut und Böse und die Pulsuhr pfiff bereits aus dem letzten Loch. Also gut, Tempo reduzieren und nach einem grossen Schluck Wasser wieder etwas stärker in die Pedale getreten. Wieder war nach kurzer Zeit die Luft komplett draussen. Nach 2 weiteren Fehlversuchen entschloss ich mich die restliche Zeit gemütlich zu radeln. Mittlerweile wurden auch bei Grundlagentempo die Waden und Oberschenkel hart wie Stein. Viel langsamer konnte und wollte ich aber nicht fahren, denn sonst wäre ich im Stand umgefallen oder die Touristen mit den Leihrädern hätten mich auf meinem Carbonrenner gnadenlos hergebrannt. So schlich ich mit 25 km/h heimwärts. "Gibts ja nicht, was ist da los? Vielleicht doch zu wenig gegessen, vielleicht doch zu viel gearbeitet, vielleicht ist heute einfach nicht mein Tag, beim Laufen geht's sicher besser, so a Scha...." kreisten die Gedanken in meinem Kopf umher. Nachdem ich das Rad in den Keller gestellt hatte, meine Laufschuhe anhatte und voll motiviert den ersten Laufkilometer absolvierte, meldete sich schon wieder meine Pulsuhr. Bravo, neuer Pulsrekord. Das Tempo reduziert (5:30 min/km), aber der Puls wollte nicht weniger werden. Nochmals das Tempo reduziert (6:30 min/km) und der Puls pendelt sich langsam im GA2 Bereich ein. Das gibts doch nicht, was ist da los? Nach 3 km ein kurzer Boxenstop bei meinem Stammwassertrinkbrunnen und siehe da, nach einer Pause von 2 Minuten war der Puls nun endlich im GA1 Bereich. Bereits nach wenigen gelaufenen Metern war der Puls wieder im GA2 Bereich. Mein Tempo betrug mittlerweile (7:00 min/km) und ich hoffte nur, dass mich keine Nordicwalker überholen. Nachdem sich der Puls immer noch im GA2 Bereich bewegte, entschloss ich mich den Lauf abzubrechen und gemütlich nach Hause zu joggen. Mittlerweile schleppte ich mich mit 7:30 min/km entlang meiner Laufstrecke. Dieses Wahnsinnstempo konnte ich aber nicht lange durchhalten und musste immer wieder Gehpausen einlegen. Meine Waden & Oberschenkel waren immer noch hart wie Stein und jeder Schritt schmerzte schlimmer als das Stufensteigen nach einem Halbmarathon. Mit letzter Kraft und fast auf allen Vieren taumelte ich heimwärts. Nach einer kurzen Begrüßung meiner zwei Mädels, dem Austrinken der Wasserleitung und einer Dusche, bekam ich zuerst eine Gänsehaut und anschliessend leichten Schüttelfrost. Trotz hochsommerlichen Temperaturen musste ich mir eine lange Hose & eine langärmlige Weste anziehen, so kalt war mir. Vollkommen schlapp, schlaff und erledigt klemmte ich mir den Fieberthermometer unter die Achsel. Auch wieder eine Jahresweltbestleistung: 38,6°C. Den restlichen Abend verbrachte ich dann im Halbschlaf auf der Couch. Am nächsten Morgen war das Fieber verschwunden und ich war wieder frisch und munter :-)

06.07. bis 14.07.2014 - Alpenziegentour

Einen ausführlichen Bericht über die "Alpenziegentour" unseres Mitglieds Johann gibt es HIER!

22.03.2014 - Von Bergkönigen, Eiern und Bienen

Christian St.: Erste gemeinsame Radausfahrt im Jahr 2014 - und wie geil war die denn! Christian Sch. kam pünktlichst um 09.00 Uhr zu mir und dann ging es auf zum Treffpunkt mit Don Stefano in Wilfleinsdorf. Von dort ging es erstmals im Jahr 2014 über das geniale Leithabergerl, wo sich der Christian Sch. als Bergkönig herausstellte, nach Breitenbrunn und von dort Richtung Neusiedl am See. Einfach genial vom Wetter her und von der Temperatur, wobei richtig warm ist es mir erst über das Leithagebirge geworden. Dann mit einen ziemlichen Tempo in unser geliebtes Podersdorf, wo wir am See ein kurze Jausenpause einlegten und ich meine hart gekochten Eier aufschlug und und ein paar Nüsse dazu :-) Herrlich. Frisch gestärkt fuhren wir nach Neusiedl, Parndorf und Bruck, wo wir uns wieder verabschiedet haben vom lieben Stefan. Christian und ich sind schließlich in einem ordentlichen Tempo wieder zurück nach Stixneusiedl. Nach etwas über 3 Stunden und rund 90 Kilometern kamen wir glücklich nach Hause. Herrlich diesen Sport ausüben zu dürfen, er gibt so unheimlich viel Energie für das Leben.

Stefan: Mein Radtraining fand in dieser Saison - wie auch in den vorangegangenen - recht lange auf der Walze statt. Am 22.03. war es aber doch soweit und die erste Ausfahrt outdoor stand auf dem Plan. Mit Christian und Christian ging es bei tollem Wetter (Outfit deshalb kurz-kurz) nach Podersdorf. Beim Hinweg übers Leithagebirge wurden gleich ein paar Höhenmeter gesammelt, dabei fühlte sich vor allem Sportfreund Schubert alias „Der Bergkönig“ wohl :-) Oder wars doch „Der Winzerkönig“? :-) (Wir haben erfahren, dass beim Leuchtturm in Podersdorf eine Folge des Winzerkönigs gedreht wurde – Dinge, die man wissen MUSS!). Das Wetter war ebenso wie unsere Stimmung bestens, die Schmähs liefen ohne Ende :-) In Podersdorf drehten wir noch eine Runde auf der Laufstrecke des Triathlons. Erinnerungen an meinen letzten Bewerb in Podersdorf kamen hoch und auch Vorfreude auf meinen heurigen Saisonhöhepunkt, natürlich wieder in Podersdorf. Bei der Rückfahrt wählten wir eine etwas andere Route, insgesamt somit rund 3 Stunden unterwegs. Und weil es so schön war und mein Körper von der vielen Sonne wohl überfordert, hab ich ein Mitbringsel in Form eines leichten Sonnenstichs mit nach Hause genommen – ich war wieder mal nicht mit Sonnencreme eingeschmiert (Lerneffekt vom Vorjahr: minus zwei :-))!

Christian Sch.: Am 22.03. stand eine 2 Stunden Grundlagenausfahrt auf meinem Trainingsplan. Kurzerhand habe mich Christian & Stefan angeschlossen, denn alleine trainieren ist auf die Dauer auch langweilig. Pünktlich um 09.06 Uhr machten sich Christian & ich auf den Weg von Stix nach Wilfleinsdorf, um dort den Stefan zu treffen. Auf den ersten Metern war die Temperatur noch ziemlich niedrig und ich bildete mir ein, in den Weiten der Brucker Gegend auch zwei Eisbären gesehen zu haben. Stefan wartete schon auf uns und nach einer kurzen Begrüßung ging es los nach Kaisersteinbruch. "Nau servas, erste Radausfahrt in dieser Saison und dann gleich über das Leithagebirge, das kann was werden, wurscht die werden schon auf mich warten" war mein erster Gedanke. Es kam jedoch ganz anders :-) Schon vor der ersten Kehre habe ich die beiden überholt, den Vorsprung mit jedem Meter weiter ausgebaut und Christian und Stefan regelrecht "paniert" :-) Das alles obwohl ich viel weniger Zähne auf meiner Kurbel hatte als die zwei Panierten :-) Einige lustige Gespräche und unzählige Schmähs weiter waren wir auch schon in Podersorf angekommen. Nach einer kurzen Pause beim Leuchtturm inkl. Eierpecken und Nüsse knacken fuhren wir noch eine Runde durch die Hölle nach kranke Katze. Störche haben wir in Podersdorf nicht gesehen, dafür eine Biene, die ihr Nest gesucht hat. Anschließend ging es wieder retour nach Neusiedl/See, wieder mit hochintelligenten Gesprächen und ernster Miene. Diesmal bogen wir nicht Richtung Leithagebirge ab, sondern die 2 Panierten wollten über die Parndorfer Platte heimwärts radeln (eine Niederlage pro Tag reicht ihnen anscheinend). So gab es leider nur noch eine kleine Bergwertung beim "Neusiedler Berg". Auch diese konnte ich souverän gewinnen und mir wurde feierlich der rosa Helm für den Bergkönig überreicht. So ein wunderschöner, traumhafter, herrlicher, spaßiger Tag geht leider auch irgendwann einmal zu Ende und so verließ uns Stefan in Bruck/Leitha und Christian und ich radelten retour nach Stix, um noch eine kurze Laufeinheit zu absolvieren. In Summe radelten wir 86 Kilometer in 3:23 Minuten und hatten einen lustigen Vormittag. PS: Bergab hatte ich mit meiner Bergkurbel keine Chance nur annähernd dranzubleiben und die zwei haben mich fürchterlich paniert :-)

23.02.2014 - Positionsbestimmung

Gerald:
Nachdem es immer wieder mal sinnvoll ist zu wissen wo man steht, habe ich am Wochenende ein bisschen Positionsbestimmung im Wasser betrieben. Nach 600 Meter Aufwärmen waren 400 Meter an der Reihe. Nach einem schnellen ersten Drittel hab ich ein bisschen rausgenommen um einen kräftigen Schlusssprint zu forcieren. Allerdings habe ich da wohl zu viel rausgenommen, da ich - trotz einem starken Finish - mein Ziel um 5 Sekunden verpasst habe. Die Uhr ist bei 05:55 Minuten stehen geblieben. Aus einer Laune heraus habe ich dann noch die 1.000 Meter gestoppt. Nach den 400 Metern habe ich mir nicht sehr viel erwartet. Aber auch wenn ich hier über meinem Ziel geblieben bin, bin ich mit 16:09 Minuten durchaus zufrieden. Die 9 Sekunden sind jederzeit drinnen und mein neues – geheimes – Ziel muss sub 15:00 Minuten heißen ;) Zum Drüberstreuen waren dann noch ein paar Sprints angesagt. Schlussendlich waren es dann wieder 4.000 Meter. Bei der nächsten Positionsbestimmung würde ich mich über mehr Gesellschaft freuen!

16.02.2014 - Schmerzen einmal anders

Stefan:
Am 16.02. absolvierten Christian (St.) und ich ein gemeinsames Schwimmtraining im Hallenbad Schwadorf. Jeder spulte sein individuelles Programm ab – so weit, so normal. Erzählenswert ist jedoch vielmehr das anschließende Erlebnis. Ich hatte an jenem Tag eher zufällig Tigerbalsam, den ich von meiner Schwester von einer Thailand-Reise bekam, mitgenommen. Diese Art von Tigerbalsam (es gibt mehrere) hat eine wärmende und durchblutungsfördernde Wirkung. Verwendet hatte ich ihn schon öfters, allerdings noch nie nach dem Schwimmen. Gut, ich gab den Balsam also zunächst an Christian und begab mich in die Dusche. Nach wenigen Minuten ging es los, ich hörte: „UM GOTTES WILLEN, WAS IST DAS FÜR EIN HÖLLENZEUGS???“ Christian schien Qualen zu leiden! Ganz verstehen konnte ich es nicht, schließlich war die Wirkung bei mir noch nie so schlimm. Aber eben wie gesagt, bis jetzt noch nie nach dem Schwimmen verwendet. Christians Schmerzen waren mittlerweile, zumindest wenn es nach seinen Kommentaren ging, am heftigsten. Ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten, sogar der Bauch tat schon weh :-) Mein Lachanfall, seine Schmerzensschreie und der intensive Geruch des Balsams sorgten sogar dafür, dass einige andere in die Garderobe kamen, um nach uns zu sehen :-) Während Christian neben mir immer weiter abgefackelt ist :-) schmierte ich den Balsam auf meine Beine und Schultern. Es dauerte nicht lange und mein Lachen verschwand. Ich wusste nun, wie es Christian ging. AAAAAAAAAAAH! Die Wirkung auf der strapazierten Haut nach dem Training im Chlorwasser war gefühlt 10 mal intensiver als normal. Die Beine und Schultern brannten wie Feuer, die Haut färbte sich krebsrot (Zitat Christian: „Wie wenn ein Engländer 15 Minuten in die Sonne geht“) und es fühlte sich an, als würden tausende kleine Nadeln in die Haut gebohrt werden. Was für Schmerzen, und das von einem harmlos wirkenden Balsam! Ich versuchte in mein Badetuch zu beißen, um mit den Schmerzen besser umgehen zu können :-) Nach 10 bis 15 Minuten und einigen „Aufflammungen“ dazwischen ging es langsam wieder, worüber ich wirklich froh war. Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde! Falls also jemand auf Schmerzen steht, kann ich Tigerbalsam nach Schwimmen im Chlorwasser absolut empfehlen!